Eifersucht bekämpfen

Eifersucht ist ein zäher Gegner. Aber: Sie können den Kampf gewinnen!

Leiden Sie selbst unter Eifersucht? Oder haben Sie einen Partner, der eifersüchtig ist?

Sie misstrauen Ihrem Partner ohne triftigen Grund? Sie leiden unter unkontrollierbaren Phantasien, wie der andere fremdgeht? Sie machen Kontrollanrufe? Sie durchforsten heimlich das Handy Ihres Partners nach Anzeichen von Untreue?

Oder ist es genau umgekehrt: Sie fühlen sich von Ihrem Partner kontrolliert und überwacht? Sie leiden darunter, dass Sie beim Telefonieren belauscht werden? Sie schauen in ein verkniffenes Gesicht, wenn Sie Ihrem Partner erzählen, dass Sie sich mit einem alten Bekannten auf einen Kaffee verabredet haben?

Ganz gleich, ob die Eifersucht Sie selbst in den Klauen hat oder Sie sich in von Ihrem eifersüchtigen Partner grundlos beschuldigt fühlen: Starke Eifersucht belastet jede Beziehung – eine heterosexuelle Partnerschaft genauso wie die Liebe zwischen zwei Frauen oder die Beziehung zweier Männer.

Dabei ist Eifersucht ein überaus zäher Gegner! Fast nie verschwindet sie von alleine wieder, fast immer sind wir herausgefordert, das Gefühlschaos aus Liebe, Verlustangst, Leidenschaft und gedrücktem Selbstwert ganz bewusst und mit Entschiedenheit zu bekämpfen.

 

Warum sind Eifersucht und Verlustangst so übermächtig? Antworten aus der Psychologie

Weshalb macht eine Eifersuchtsattacke aus kultivierten Frauen unbeherrschte Furien? Warum werden eifersüchtige Gentlemen zu brüllenden Wüterichen? Warum raubt uns Eifersucht den Schlaf und ruiniert unser Nervenkostüm? Oder anders gefragt: Was verleiht dem Gefühl von Eifersucht eine solche Wucht?

Die Psychologie hat auf diese Frage folgende Erklärung: Eifersucht gilt als evolutionär erworbener Schutzmechanismus, also als natürliches Gefühl, das sich immer dann einstellt, wenn wir Angst haben, einen für uns wichtigen Menschen zu verlieren.
Ohne einen zuverlässigen Artgenossen an der Seite wäre der Kampf gegen hungrige Säbelzahntiger niemals zu gewinnen gewesen. Zugehörigkeit und die Gewissheit, sich auf Partner und Rudel verlassen zu können, waren also überlebenswichtig.

Auch wenn es schon lange keine Säbelzahntiger mehr gibt: Die diffuse Angst, nicht überlebensfähig zu sein, falls die Beziehung mit diesem Menschen an unserer Seite in die Brüche geht, und das Gefühl, ohne den Partner schutzlos und ausgeliefert zu sein, können uns auch heute noch den Boden unter den Füßen wegziehen.

Allein die Vorstellung, wir könnten unseren Partner an jemand anderen verlieren, empfinden wir als existentiell bedrohlich. Deshalb sind wir sofort in Alarmbereitschaft, wenn wir den Eindruck haben, dass sich unser Partner von einer anderen Person angezogen fühlt und unsere Beziehung in Gefahr ist. Wir reagieren dann lieber vorschnell als zu langsam, da der Verlust des Partners dermaßen  gravierend wäre.

 

Liebe und Eifersucht: Zwei Seiten einer Medaille?

Verlustängste entstehen zwangsläufig, wenn wir jemanden nahe an uns heranlassen; wenn wir tiefe Gefühle entwickeln und uns verlieben; wenn wir Zugehörigkeit, Liebe und Verbundenheit spüren.

Wie gesagt: Allein die Vorstellung, dass wir den geliebten Menschen an jemand anderen verlieren könnten, erleben wir als Schreckensszenario. Kein Wunder also, dass von jetzt auf gleich Angst in uns hochschießt, wenn uns Phantasien überschwemmen, wie sich der Partner von uns ab- und einer anderen Person zuwendet. Von diffuser Verlustangst zum konkreten Eifersuchtsanfall ist es dann oft nicht mehr weit.

Dennoch wäre es ein Trugschluss, Eifersucht als eine Art Liebesbeweis zu verstehen – nach dem Motto: „Sei doch froh, dass ich so eifersüchtig bin! Das zeigt Dir doch nur, wie sehr ich Dich liebe…“

Vor allem darf mit dem vermeintlichen Liebesbeweis „Eifersucht“ kein übergriffiges und kontrollierendes Verhalten gerechtfertigt werden. Denn auch, wenn es vollkommen nachvollziehbar ist, dass wir den wichtigsten Menschen an unserer Seite nicht verlieren möchten: Übermäßige Verlustängste sollten niemals als Legitimation dienen, eine andere Person zu überwachen und in ihrer Autonomie zu beschneiden.

In Ausnahmefällen kann sich aus einer zunächst harmlos erscheinenden Eifersucht ein krankhafter Eifersuchtswahn entwickeln. Wenn Sie bei sich oder Ihrem Partner Symptome wahrnehmen wie ständiges Gedankenkreisen um vermeintliche Untreue, Anschuldigungen und Bezichtigungen ohne triftigen Auslöser, Überprüfen von Telefonaten, E-Mails, SMS etc., sollten Sie schnellstmöglich professionelle Unterstützung aus Psychologie und Psychotherapie zu Hilfe zu holen.

Gründe für Eifersucht gibt es viele

Eifersucht kann die unterschiedlichsten Auslöser haben. Beispielsweise gehen oft ein gering ausgeprägtes Selbstbewusstsein, ein niedriger Selbstwert und wenig Selbstvertrauen mit der Sorge einher, für andere auf Dauer nicht liebenswert und attraktiv genug zu sein.

Selbstunsichere Personen in einer festen Partnerschaft sind dann – manche bewusst, manche unbewusst – häufig davon überzeugt, dass ihr weiteres Leben nur noch an der Seite dieses einen Menschen lebenswert ist. Mit einem solchen Gefühlsmix im Gepäck ist es nicht verwunderlich, wenn man in seiner Beziehung schnell eifersüchtig reagiert.

Auch Verlusterfahrungen in der Kindheit können unseren Gefühlshaushalt nachhaltig beeinflussen. Ob wir uns eher leicht damit tun, anderen Menschen zu vertrauen oder ob wir zu eifersüchtigen Erwachsenen werden, die generell schnell mit Angst und Misstrauen reagieren, wenn andere ihnen emotional nahe kommen, hat oft damit zu tun, was wir in der Vergangenheit erlebt haben und welche Gefühle in unserer Kindheit vorherrschend waren.

Auch die nagende Angst, unser Partner könnte unzufrieden mit Sex und Leidenschaft in der Beziehung sein und unsere daraus resultierenden Verdächtigungen, dass der andere auf der Suche nach einem außerpartnerschaftlichen Flirt sei, sind häufig der Grund für handfeste Eifersuchtsanfälle.

 

Eifersucht nach einem tatsächlichen Seitensprung

Manchmal hat Eifersucht aber auch einen ganz handfesten Hintergrund: Erlebte Untreue in einer früheren Beziehung oder ein tatsächlicher Seitensprung des Partners in der Vergangenheit.

Besonders ein länger unentdeckt gebliebener Seitensprung des Partners kann mit einem schmerzlichen Verlust von Selbstachtung und Selbstwert einhergehen: „Weshalb habe ich nicht bemerkt, dass er/sie fremdgeht?“, „Wie konnte ich nur so naiv sein?“, „Warum wurde ich so schamlos belogen?“.

Eifersucht dient dem Betrogenen fortan als Selbstschutz. Denn es ist nur allzu nachvollziehbar, dass extrem misstrauisch wird, wer realisieren musste, von seinem vermeintlich ehrlichen Partner hintergangen worden zu sein.

Und auch, wenn es zunächst paradox klingen mag: Ein eigener Seitensprung und die damit verbundenen Schuldgefühle können ursächlich dafür sein, dass auch derjenige, der fremdgegangen ist, eifersüchtig und unsicher wird – weil er fortan mit der Angst lebt, sein Partner könnte sich eines Tages für das ihm widerfahrene Leiden rächen.

 

Eifersucht und Misstrauen vertreiben Selbstwertgefühl und Selbstachtung

Wenn wir mit akuter Eifersucht kämpfen, können wir selbst kaum glauben, was da mit uns geschieht: Von Selbstbewusstsein, Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl keine Spur mehr. Misstrauen, Angst und Panik haben das Ruder übernommen. Wir fühlen uns den Eifersuchtsgefühlen ausgeliefert; leiden unter Schlafstörungen; können uns schlecht konzentrieren; kaum kontrollieren; werden unsicher, fahrig, aggressiv – oder alles zugleich. Die Bandbreite der psychischen Symptome, die dafür sorgen, dass wir uns im Ausnahmezustand befinden, ist groß.

Es ist, als hätten wir Scheuklappen angelegt bekommen. Job, Freunde, Hobbys – nichts kann uns auf andere Gedanken bringen. Stattdessen sorgt unser Tunnelblick dafür, dass wir jede Verhaltensweise des Partners auf die Goldwaage legen: „Hat er sich nicht seltsam verhalten, als diese beiden Frauen vorbeigelaufen sind?“, „Warum dieses kurze Zögern, als ich gefragt habe, ob ihre Liebe zu mir noch so groß ist wie am Anfang?“, „Hat er das jetzt ganz bewusst gesagt, um von meiner Frage abzulenken?“, „Kann ich ihr wirklich vertrauen, wenn sie schon wieder diesen Freund aus der Kindheit trifft?“, „Früher habe ich täglich einen kleinen Liebesbeweis von ihm bekommen…“ usw. usf.

Während wir unseren Partner – eifersüchtig und aufgewühlt – mit haltlosen Unterstellungen konfrontieren, bleiben unser Selbstbewusstsein und unser Selbstwert auf der Strecke. In solchen Situationen nehmen wir uns selbst als nicht besonders liebenswert wahr und fühlen uns gleich noch viel elender. Und unser Partner? Der fällt immer wieder aufs Neue aus allen Wolken! Weil er sich zu Unrecht beschuldigt fühlt, außerpartnerschaftlich zu flirten. Weil er überhaupt nicht das Gefühl hat, mit seinem Verhalten die Beziehung zu gefährden. Weil er sich ärgert, dass wir ihm nicht vertrauen. Weil er nicht fassen kann, dass wir an seiner Liebe zweifeln.

Liebe ist ein Kind der Freiheit

Wir müssen nur das Gehege schön klein und übersichtlich gestalten und den Ausgang gut absichern – dann haben wir lebenslang die Kontrolle über das von uns geliebte Wesen und es wird uns nie abhandenkommen!

Ist das wirklich eine gute Taktik? Bei einem Meerschweinchen mag das vielleicht funktionieren. Aber hilft das auch bei unserem Partner? Niemals! Je enger wir den Zaun um die von uns geliebte Person ziehen, desto wahrscheinlicher wird es, dass sie eines Tages ausbricht. Und zwar ganz. Und dann für immer. Weil ihr der Platz zum Laufen und die Luft zum Atmen genommen wurden.

Um jeden Preis festhalten, was wir lieben – das funktioniert in einer Partnerschaft nicht. Schließlich wünschen wir uns alle, dass der andere freiwillig mit uns zusammen ist. Und nicht, weil wir ihn dazu nötigen, bei uns zu bleiben. Und Liebesbeweise unter Zwang sind auch nicht so wirklich das, was uns glücklich macht ... Oder?

Auch wenn der Wunsch, den Partner immer bei sich zu haben, noch so nachvollziehbar sein mag: Liebe ist ein Kind der Freiheit. Wenn es nicht gelingt, der von uns geliebten Person genügend Freiräume zu geben, wird die Beziehung schwer belastet. Ausgeprägte Eifersucht führt zu ausgeprägtem Leiden. Oft zerstört ein einziger Eifersuchtsanfall viel mühsam wiederhergestelltes Vertrauen. Die positiven Gefühle zueinander nehmen immer mehr ab; fast alle Bereiche der Beziehung werden durch die Eifersucht in Mitleidenschaft gezogen: Der Umgangston beider Partner wird schärfer. Intimität und Sex-Leben sind beeinträchtigt. Gemeinsame Aktivitäten werden weniger. Kurzum: Wir verlieren aus den Augen, worum es eigentlich geht, nämlich mit dem Partner zusammen eine von Liebe und Vertrauen geprägte Beziehung zu genießen.

 

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  • Der Eifersüchtige muss lernen, seine Besitzansprüche zu reduzieren, sein Selbstbewusstsein und sein Selbstwertgefühl zu verbessern, eigene Interessen auszubauen und unabhängig vom Partner Freundschaften zu pflegen. Er muss fit darin werden, mit seinem Partner in Ruhe über seine Eifersucht zu sprechen; darüber, dass er zwar mit Gefühlen von Eifersucht zu kämpfen hat, es aber als seine persönliche Herausforderung annimmt, sich Hilfe an die Seite zu holen und die quälenden Phantasien zu bekämpfen.

 

  • Derjenige, der die Gefühle von Angst und Eifersucht bei seinem Partner auslöst, muss einerseits lernen, geduldig und verständnisvoll zu bleiben, dem anderen immer wieder aufs Neue Vertrauen zu vermitteln, Aufmerksamkeit zu schenken und dessen Gefühl zu stärken, liebenswert zu sein. Zugleich muss er verinnerlichen, er sich von seinem eifersüchtigen Partner unter keinen Umständen in seinem persönlichen Radius einschränken zu lassen. Solche Zugeständnisse „um des lieben Frieden Willens“ geben dem eifersüchtigen Partner nämlich nicht das erhoffte Gefühl von dauerhafter Sicherheit, sondern erweisen sich als Eimer mit Löchern: Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird es zu weiteren Forderungen nach noch mehr Einschränkungen kommen – und egal, wie eng der Radius des kontrollierten Partners auch wird: Das erwartete Gefühl von Beruhigung wird sich beim Eifersüchtigen dennoch nicht einstellen.

 

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