Beziehungstest

Ein wissenschaftlich fundierter Beziehungstest kann es gut auf den Punkt bringen: Welche Ressourcen und welche Herausforderungen gibt es in der Partnerschaft?

Wozu einen Beziehungstest machen?

Aus den verschiedensten Gründen kann in einer Partnerschaft irgendwann die Frage auftauchen: „Wie steht es eigentlich um unsere Beziehung?“, „Was machen wir richtig, was machen wir falsch?“ „Reden wir genug miteinander?“, „Wie viel wissen wir um die Bedürfnisse des anderen?“

Vielleicht fühlen wir uns nach einem Abend mit anderen Pärchen verunsichert und fangen an zu grübeln. „Wo stehen wir im Vergleich zu anderen Paaren?“, „Haben wir genauso viel (bzw. genauso wenig) Sex wie die anderen?“, „Ist es noch Liebe, was wir für einander fühlen?“, „Muss man richtig verliebt ineinander gewesen sein, damit die Partnerschaft lange hält?“, „Ist es normal - dieses häufige Streiten, einander Verletzungen zufügen, wieder versöhnen?“

Vielleicht machen wir uns dann auf die Suche nach konkreten Antworten auf unsere Fragen. Und wo könnten Fragen zum Thema Lieben und Geliebt werden besser beantwortet werden als in einem Partnerschaftstest?

 

Wann machen Menschen einen Partnertest?

Sogenannte „Partnertests“ kommen oft schon zum Einsatz, bevor Menschen überhaupt eine Beziehung haben, wenn sie also noch auf Partnersuche sind – insbesondere im Zusammenhang mit Partnervermittlungsbörsen.

Fast alle Partnervermittlungen im Internet, wie beispielsweise Parship oder Elitepartner, werben explizit damit, Menschen mithilfe ihrer umfassenden Psychotests zu helfen, vom Single zum Paar zu werden - und zwar nicht zu einem x-beliebigen Paar, sondern (im besten Fall) zum Traumpaar. Ein ausgeklügelter Algorithmus hat dabei das Ziel, den idealen Partner bzw. die perfekte Partnerin aus einem großen Pool von „Singles auf Suche“ ausfindig zu machen. Zigtausende Männer und Frauen füllen ihren ersten Test zum Thema „Gute Beziehung“ daher schon vor dem Start ihrer Partnerschaft aus – und hoffen auf hohe Matching-Punkte, also die optimale Passung ihrer eigenen Lebensvorstellungen, Interessen und Persönlichkeitszüge mit denen ihres potentiellen Partners oder ihrer künftigen Partnerin.

Der größte Teil der Testverfahren zum Thema Beziehungszufriedenheit wendet sich allerdings an Männer und Frauen, die nicht auf Partnersuche oder gerade frisch verliebt sind (und sich sowieso gegenseitig noch als „Elitepartner“ feiern…), sondern an Paare, die das Gefühl haben, dass es in ihrer Liebe nicht mehr rund läuft – und sich deshalb die Frage stellen, ob sie überhaupt jemals ein Traumpaar waren.

Fast alle Betroffenen kennen die zermürbenden Grübeleien darüber, seit wann „der Wurm drin ist“, ob es – trotz häufiger Konflikte oder einer heftigen Krise – überhaupt realistisch ist, ein positives Gefühl für den Partner oder die Partnerin wiederzubeleben und wie generell die Chancen stehen, dass eine Liebe, die im Laufe der Zeit Patina angesetzt hat, wieder als kostbarer Schatz empfunden wird.

Forschungsergebnisse aus der Psychologie: Wann erleben Menschen ihre Partnerschaft als glücklich?

Die Forschung der letzten Jahrzehnte hat eine Reihe an universellen Erlebnisqualitäten herausarbeiten können, die sich die allermeisten Menschen für eine erfüllte Partnerschaft wünschen. Dazu gehören u.a. Wertschätzung und Respekt, Verständnis und Unterstützung, Zusammengehörigkeit und Geborgenheit.

In der Klinischen Psychologie und Psychotherapie gibt es inzwischen eine Fülle an empirischen Befunden darüber, welche Denk- und Verhaltensmuster für das Gelingen einer als glücklich empfundenen Beziehung von Bedeutung sind, und was abträglich oder schädlich sein kann.

Zentrale Bereiche sind u.a.

  • Kommunikationsfertigkeiten
  • Gemeinsame Konfliktlösungen
  • Liebevolle Interaktion im Alltag
  • Unternehmungen als Paar
  • Traditionen, Rituale, Feiern
  • Gute Stressbewältigung

Die erlebte Zufriedenheit mit der Partnerschaft ist dabei das Produkt des Umgangs beider Partner miteinander. Diese Interaktion setzt sich wiederum zusammen aus den persönlichen Einstellungen, den täglichen Beiträgen im gemeinsamen Alltag und dem Konfliktmanagement der jeweiligen Partner. Auf dieser Ebene muss die Analyse und Veränderung von Partnerschaftsproblemen ansetzen.

 

Der innovative PaarBalance Beziehungstest – Was verrät er Ihnen über Ihre Beziehung? 

Diese empirisch belegten Merkmale für Beziehungsqualität bildeten die Grundlage für die Entwicklung des PaarBalance-Partnerschaftstests, den wir im folgenden Abschnitt vorstellen möchten.

Der Test umfasst insgesamt 64 Fragen darüber, wie der einzelne Partner seine Beziehung (1) erlebt und (2) gestaltet und dient dem Zweck, dem Nutzer seinen persönlichen Anteil an der aktuellen Beziehungssituation bewusst zu machen und ihn auf eigene aktive Änderungsschritte einzustimmen.

Im Detail geht es um die Bereiche:

(1) Erleben:  

  • Geben und Nehmen
  • Gemeinsamkeit und Austausch
  • Atmosphäre
  • Vertrauen und Misstrauen
  • Meinungsunterschiede und Streit
  • Sex und Erotik
  • Persönliche Entwicklung

(2) Gestalten:   

  • Selbstöffnung
  • Nähe im Alltag
  • Unterstützung und Fürsorge
  • Umgang mit Kontroversen
  • Empfindlichkeit und Kränkbarkeit
  • Wertschätzung und Respekt

Die Beantwortung aller Fragen dauert etwa 10 Minuten. Der Test kann kostenfrei genutzt werden.

 

Das PaarBalance-Beziehungsprofil – Feedback über die Stärken und Herausforderungen in Ihrer Partnerschaft

Unmittelbar nach Ausfüllen des Fragebogens wird ein persönliches Beziehungsprofil erstellt. Jeder Nutzer erhält einen methodisch abgesicherten Überblick über zentrale Ressourcen und wichtige Herausforderungen bei der Beziehungsgestaltung.

Die drei Ampelfarben dienen dabei der schnellen Orientierung und bedeuten im Einzelnen:

  •  Handlungsbedarf! In diesem Bereich sollten Sie dringend etwas verändern.
  •  Vorsicht! Hier braucht es rasche Nachbesserung, um eine negative Entwicklung zu verhindern.
  • Glückwunsch! Hier handelt es sich um eine persönliche Stärke und Ressource, die es zu pflegen und erhalten gilt.

Der PaarBalance-Beziehungstest ermöglicht den persönlichen Zuschnitt des interaktiven Online-Coachings

Durch die Beantwortung der Fragen aus dem Partnerschaftstest wird nicht nur das individuelle Beziehungsprofil erstellt, sondern es erfolgt zudem die persönliche  Zuordnung der 18 Einzelsitzungen für jeden User.

Diese 18 Einzelsitzungen (mit Coaching-Video, Training und Anregungen) bilden das Kernstück des PaarBalance-Coachings. Die Bearbeitung einer kompletten Sitzung zu wichtigen Beziehungsthemen wie Konfliktverhalten, Geben und Nehmen, Wir-Gefühl, Sexualität etc. dauert etwa 20 Minuten. Alternativ kann die Bearbeitung einer Sitzung unkompliziert auf kleinere Einheiten verteilt werden.

Jeder User weiß vor der Bearbeitung der jeweiligen Sitzungen, welche Bedeutung das dort behandelte Thema für ihn hat:

  • Hier geht es um Beziehungsthemen, mit denen es Ihnen häufig nicht besonders gut geht. Erleben Sie, wie Sie Ihre Partnerschaft in diesem Bereich nachhaltig verbessern können.
  • Hier geht es um Beziehungsthemen, mit denen es Ihnen in der Partnerschaft besser gehen könnte. Lernen Sie, was es braucht, um Ihr Miteinander in diesem Bereich positiv zu verändern!
  • Hier geht es um Beziehungsthemen, die Sie und Ihr Partner prima miteinander hinbekommen. Erfahren Sie, wie Sie sich diese wichtigen Qualitäten erhalten können!

Die zentralen Zutaten für eine glückliche Beziehung werden pointiert auf den Punkt gebracht und ohne erhobenen Zeigefinger praxisnah vermittelt.

Idealerweise wird das komplette Programm in etwa drei Monaten durchlaufen. Zwei Sitzungen pro Woche sollten dabei nicht überschritten werden, damit ausreichend Zeit vorhanden ist, die Coaching-Inhalte im gemeinsamen Alltag umzusetzen und zu verankern.

 

PaarBalance ist Paar-Coaching für Einen – wie funktioniert das?

Der PaarBalance-Beziehungstest legt die Lupe auf das Erleben und Verhalten des einzelnen Partners – also nicht auf das Paar insgesamt.

Der Grund dafür ist folgender:

Jeder von beiden Partnern hat seine persönliche Wahrnehmung, seine spezifischen Anliegen, Erinnerungen, Wünsche, Motive usw. Diese sollte er erst einmal frei benennen und hinterfragen können - ohne dass ihm der andere dabei quasi über die Schulter schaut. Es ist daher sinnvoll, dass jeder Partner sowohl den Beziehungstest, wie auch alle Übungen und Hausaufgaben in Ruhe für sich selbst ausfüllt (also ganz ohne „Zensur“ und „Weichspülgang“ aufgrund neugieriger Mitleser). Jeder kann dann - sowohl beim Beziehungsprofil wie auch von Sitzung zu Sitzung - jeweils selbst entscheiden, ob und in welchem Ausmaß er seinen Partner an den für ihn wichtigen Gedanken, Aha-Erlebnissen und Wünschen teilhaben lassen möchte. Dafür gibt es die Möglichkeit, dem Partner E-Mails mit zentralen Zusammenfassungen (im PDF-Format) unkompliziert zukommen zu lassen. Aber – das ist wichtig! – eben nur, wenn er oder sie das im einzelnen möchte.

Und noch als Beruhigung für alle, die zwar selbst gezielt etwas für mehr Qualität in ihrer Partnerschaft tun möchten und deren Partner aktuell noch nicht mitziehen:

Erfahrungsgemäß ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass - wenn einer von beiden damit beginnt, seinen persönlichen Anteil an der Beziehungsgestaltung im positiven Sinne zu verändern - der andere Partner nachziehen wird (sofern er sich nicht bereits innerlich verabschiedet hat).

 

Zum Abschluss noch die Frage: Wie kann man einen fundierten Partnertest von einem netten Quiz zwischendurch unterscheiden?

Es gibt eine unglaubliche Fülle von Tests zum Thema Partnerschaft, Liebe und Sex - in Zeitschriften wie im Internet. Für den Partner. Für die Partnerin. Für Paare. Speziell für Männer. Speziell für Frauen. Fast jeder hat schon einmal – mehr oder weniger verstohlen – im Wartebereich des Friseurs oder Hausarzts irgendeinen Liebestest in einer Zeitschrift ausgefüllt und vor der Behandlung noch schnell die Test-Auswertung verschlungen, um endlich in Erfahrung zu bringen, welcher Beziehungstyp man denn nun ist…

Surft man ein bisschen im Internet, findet man unzählige solcher Psychotests mit Überschriften wie:

  • Ist Deine Partnerin wirklich glücklich? Unser Beziehungstest verrät es Dir.
  • Wie viel Leidenschaft gibt es in Eurer Beziehung?“
  • Der große Liebestest – passen wir zusammen?
  • Bist Du verliebt? 10 Fragen, die es Dir verraten.
  • Liebestest - Finde heraus, ob Dein Schwarm auch in Dich verliebt
  • Teste Deine Beziehung – teste Dich!
  • Lieben und geliebt werden - welcher Liebestyp bist Du?
  • Gehörst Du zu ihr? Gehört sie zu Dir? Macht den Test!
  • Liebe auf Diät? Wie steht es wirklich um Eure Beziehung?
  • Meine Partnerin flirtet mit anderen. Diese 5 Punkte verraten, ob Deine Liebe noch zu retten ist.
  • Test – warum ist unsere Liebe so verkorkst?
  • Liebt Dich Dein Partner noch? Hier erfährst Du, wie gut Deine Beziehung
  • Kamasutra Quiz - wie fit bist Du in Sachen Sex und Liebe?
  • Liebe auf dem Prüfstand – Für Paare, die es wissen wollen.
  • Fit als Partner? Unser Quiz verrät es Dir in nur 5 Minuten.
  • Das passende Sternzeichen, die gleichen Hobbys, dieselben Bedürfnisse? Unser Partnertest verrät Dir, worauf es zwischen Mann und Frau ankommt.
  • Liebt sie Dich? Unser Liebestest weiß die Antwort.

usw. usf.

Die meisten dieser Liebestests haben Unterhaltungswert und es kann ja durchaus spannend sein, sich wieder einmal konkrete Gedanken zu machen über das eigene Kommunikations- und Konfliktverhalten, über Sexualität, über den Umgang mit Eifersucht oder einem Seitensprung - und in diesem Zusammenhang über wichtige Paarthemen wie Beziehungsangst, Selbstvertrauen, Verzeihen etc. nachzudenken.

Fast alle solche Psychotests entbehren aber jeglicher wissenschaftlichen Basis. Für Nicht-Psychologen ist das Ausmaß an Seriosität bei einem Beziehungstest oft schwer zu beurteilen.

Ohne wissenschaftlichen Anspruch kann allerdings keine solide Auswertung erfolgen. Die eingangs gestellten Fragen können zwar zum Nachdenken anregen, aber in der Regel nicht fundiert beantwortet werden – im schlimmsten Fall werden sogar schädliche Aussagen getroffen.

 

Was macht also einen seriösen Test aus?

Muss man Psychologie und Testtheorie studiert haben, um einen guten Liebestest von einem harmlosen Quiz unterscheiden zu können?

Das natürlich nicht. Denn dass der schnelle Wie-fit-bist-du-in-der-Liebe-Test in der wöchentlich erscheinenden Frauenzeitschrift wohl kaum wissenschaftlichen Kriterien genügen dürfte, ist den meisten Leserinnen und Lesern natürlich bewusst. Trotzdem kann es ja Spaß machen, Fragen zum Thema Liebe und Sex zu beantworten. Allzu ernst sollte man die anschließende Auswertung dann allerdings nicht nehmen.

Was zeichnet einen fundierten Beziehungstest also aus? Auch wenn es in der Theorie ein bisschen trocken klingen mag - es ist durchaus sinnvoll, sich vor der Beantwortung von Testfragen zum Thema Beziehung über folgende Punkte im Klaren zu sein:

Ein wissenschaftliches Instrument ist dadurch gekennzeichnet, dass es einerseits auf Basis der einschlägigen Forschungsergebnisse konzipiert und zum anderen methodisch entwickelt wurde und somit ganz konkrete Test-Gütekriterien aufweist. Solche diagnostischen Instrumente werden für den Einsatz in der Paarberatung und Psychotherapie entwickelt. Sie sind selten frei zugänglich und meist kostenpflichtig. So auch das im deutschsprachigen Raum am meisten eingesetzte Instrument, der „Partnerschaftsfragebogen“ (PFB) von Kurt Hahlweg (2016).

Ein solches Fragebogeninstrument zu entwickeln ist aufwendig und muss an einer größeren Gruppe an Menschen (in diesem Fall Personen in einer festen Beziehung) überprüft werden, bevor es quasi „öffentlich“ verwendet werden kann.

Wir hoffen, dass der PaarBalance-Beziehungstest für viele weitere Menschen eine hilfreiche Unterstützung sein wird, sich der Stärken und Herausforderungen in ihrer Partnerschaft noch bewusster zu werden.

Wir freuen uns sehr darüber, dass die Partnerschaftsanalyse im Beziehungsprofil bereits  vielen Personen als erster Impuls gedient hat, wieder aktiv mehr für ihre Liebe zu tun.

Deshalb bieten wir unseren wissenschaftlich fundierten Test auch weiterhin kostenfrei an (ganz unabhängig davon, ob Sie anschließend auch das PaarBalance-Programm für sich nutzen wollen).

 

 

Literatur

Hahlweg, K. (2016): Fragebogen zur Partnerschaftsdiagnostik (FPD) (2., neu  normierte und erweiterte Auflage). Göttingen, Hogrefe.

Schindler, L., Gastner, J., Henrich, G. & Metz, N. (2018): Die Entwicklung des PaarBalance  Partnerschaftstests. München, unveröff. Manuskript.

Nutzen Sie unser Online-Coaching voller Tipps und Handlungsanweisungen, die das eine Ziel haben: Es soll Ihnen und Ihrer Partnerschaft so schnell wie möglich richtig gut gehen.

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