Paartherapie: Wann sinnvoll? Ablauf, Methoden & Kosten

Wer in seiner Beziehung leidet, sollte schnellstmöglich Hilfe in Anspruch nehmen, bevor es zu spät ist.

 

Jede Beziehung hat ihre guten und ihre weniger guten Phasen. Fast jedes Paar hat mit gelegentlichen Partnerschaftsproblemen zu kämpfen.

Aber was, wenn ...

  • die Schwierigkeiten schon (zu) lange andauern?
  • Probleme, Ärger und Streit den gesamten Alltag überschatten?
  • schöne Momente immer stärker in den Hintergrund rücken?
  • eigene Bedürfnisse (nach Verständnis, Vertrauen, Zärtlichkeit, Sexualität...) kaum oder gar nicht mehr gestillt werden?
  • Sie nicht mehr wissen, was Sie selbst noch tun könnten, um die belastende Situation zu verbessern?

Dann sollten Sie schnellstmöglich nach der passenden Hilfe suchen - bevor eines Tages das Wort 'Trennung' oder 'Scheidung' im Raum steht und sich nicht mehr vertreiben lässt.

 

Die gute Nachricht:

Häufig kann sich auch eine schon lange oder stark angespannte Beziehungssituation mit der richtigen Unterstützung erstaunlich schnell wieder positiv verändern - und das nachhaltig.

Dafür braucht es allerdings die Haltung:

Paartherapie: Wann ist sie sinnvoll? Alle Infos zum Ablauf, Methoden & Kosten Warten Sie nicht länger, bis sich von alleine etwas verbessert - werden Sie selbst aktiv!

 

Was steht bei Ihnen an?

  • Gilt es, eine satte Beziehungskrise zu meistern (im Sinne einer 'Reha-Maßnahme')?
  • Möchten Sie eine Antwort auf die Frage finden: "Soll ich mich trennen oder einen Neustart wagen?"
  • Haben Sie den Wunsch, Ihre Liebe zu stärken (und es braucht nur etwas 'Beziehungs-Wellness' bzw. 'Partnerschafts-Fitness')?

 

Welche Maßnahmen könnten für Sie persönlich aktuell am hilfreichsten sein?

  • Paartherapie, Beratung oder Coaching vor Ort?
  • ein Online-Programm in Eigenregie?
  • Videosprechstunden?
  • Offene Gespräche mit vertrauten Freunden?
  • Selbsthilfeliteratur?

 

Im folgenden Artikel finden Sie umfassende Informationen zu den wichtigsten Fragen - damit Sie baldmöglichst die für sich richtige Entscheidung treffen können:

  • Was ist für Sie in Ihrer spezifischen Beziehungssituation aktuell am sinnvollsten:
    Erst einmal Hilfe für sich selbst suchen oder gleich zu zweit starten?
  • Welche Art der Intervention lässt sich am unkompliziertesten in Ihren Tages- bzw. Wochenablauf integrieren?
  • Wozu sind Sie selbst 'bereit'?

 

Inhaltsverzeichnis des Artikels [Ausblenden] [Einblenden]

 

Die wichtigste Frage zuerst: Wie steht es um uns als Paar?

Wie steht es um uns als Paar? Wie steht es um Ihre Beziehung? Was sind Ihre Stärken & Schwächen? Wo sollten Sie zuerst ansetzen?

 

Vor jeder guten Intervention braucht es eine Idee davon, 'in welche Richtung die Reise gehen könnte' (Soll-Zustand) sowie eine aussagekräftige Diagnostik (Erhebung & Analyse des Ist-Zustands).

Bevor Sie detaillierter ins Thema 'Beratungs-Optionen' einsteigen, sollten Sie daher so viel Klarheit wie möglich darüber gewinnen, was in Ihrer Beziehung aktuell gut läuft und was nicht (mehr):

 

  • Welche Ressourcen gibt es?
  • Welche Herausforderungen?

 

Nutzen Sie den wissenschaftlichen PaarBalance Partnerschaftstest (von Prof. Dr. Ludwig Schindler & Kollegen), um sofort einen fundierten Überblick über die Stärken und Probleme Ihres Miteinanders zu erhalten (kostenfrei):

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Welche Formen von Paartherapie gibt es? Was passt am besten zu mir?

Welche Form von Paartherapie passt am besten zu mir? Neben der 'klassischen Paartherapie' gibt es noch viele weitere Möglichkeiten, professionelle Hilfe zu nutzen.

 

Paartherapie wird mittlerweile in verschiedenen Varianten angeboten.

Es gibt schon seit längerem Alternativen zur klassischen Paartherapie, die sich bezüglich des Settings und im Hinblick auf die entstehenden Kosten zum Teil stark unterscheiden.

Im kommenden Abschnitt haben wir Fragen, die bei der Wahl der passenden Unterstützung nützlich sein können, für Sie zusammengefasst.

 

Unsere Empfehlung:

 

  • Achten Sie darauf, welche Kriterien für Sie wichtig sind (z.B. Persönlichkeit des Behandlers, Kosten) und welche nicht (z.B. Geschlecht des Behandlers).
  • 'Verzetteln' Sie sich nicht mit zu vielen "Wenns & Abers". Beschäftigen Sie sich nur mit den für Sie persönlich relevanten Fragen.
  • Fällen Sie dann möglichst zügig eine Entscheidung, in welche Richtung Sie weiter gehen (bzw. recherchieren) möchten.
  • Werden Sie zeitnah aktiv & konkret, denn Sie erinnern sich: "Es gibt nichts Gutes, außer man tut es." (Erich Kästner) 🙂

 

Was spricht Sie intuitiv an? Was haben Sie bereits versucht? Was haben Sie als hilfreich erlebt, was nicht? Antworten Sie möglichst spontan:

 

  • Wünsche ich mir, dass wir uns gemeinsam mit unserer Beziehung auseinandersetzen - oder erst einmal jeder für sich?
  • Könnte ein neutraler Ort mit einem persönlichen Ansprechpartner und einem fest definierten Zeitrahmen das beste für uns beide sein?
  • Passt eine Therapeutin besser zu mir/uns oder ein Therapeut?
  • Hätte ich/hätten wir gerne ein Behandler-Paar als Gegenüber?
  • Kann ich/können wir uns besser öffnen bei einem vertrauten Menschen oder bei einer außenstehenden Person?
  • Käme es uns entgegen, wenn wir unabhängig vom Ort - ohne aufwendige An- und Abfahrt - persönliche Beratungssitzungen online nutzen könnten?
  • Würden wir am liebsten unabhängig von bestimmen Zeitfenstern entscheiden, wann wir uns mit unseren Herausforderungen beschäftigen?
  • Könnte ein Online-Selbsthilfe-Programm, das wir in Eigenregie durchlaufen können, das unkomplizierteste für mich/uns sein?

 

Treffen Sie eine Entscheidung, sich um Ihre Beziehung zu kümmern Behalten Sie Ihren jetzigen Schwung bei und tun Sie sich und Ihrer Partnerschaft etwas Gutes!

 

Die klassische Paartherapie vor Ort

Die klassische Paartherapie vor Ort Paarberatung findet traditionellerweise in den Räumlichkeiten einer Praxis oder Beratungsstelle statt: Gemütliche Sitzmöbel, gedämpftes Licht, ruhige Atmosphäre - und es kann losgehen.

 

Falls Sie sich ein 'klassisches Setting' - d.h. paartherapeutische Gespräche in Behandlungsräumen vor Ort - wünschen, kommen folgende Konstellationen infrage:

 

1. als 'klassische' Paarberatung mit beiden Partnern vor Ort & ein(e) Paartherapeut(in)

Kosten: ca. 100-200 € pro Stunde | mehr zu den Kosten hier

 

2. als 'erweiterte' Paarberatung mit beiden Partnern vor Ort & zwei Paartherapeuten

-> oft ein männlicher Paartherapeut und eine weibliche Paartherapeutin

Kosten: ca. 120-250 € pro Stunde | mehr zu den Kosten hier

 

3. als Partnerschaftsberatung oder Beziehungscoaching für den einzelnen Partner vor Ort & ein(e) Therapeut(in)

Kosten: ca. 90-120 € pro Stunde | mehr zu den Kosten hier

 

Anmerkung
Liegen neben den Beziehungsproblemen psychische Beschwerden mit Krankheitswert vor, kann eine Einzel-Psychotherapie beantragt werden, die bei entsprechender Begründung von der Krankenkasse erstattet wird.

 

Recherchieren Sie im Internet, welche Kollegen und Kolleginnen welche Art von Behandlung in welchen Konstellationen anbieten, und nutzen Sie dabei die für Sie ganz persönlich interessanten Suchbegriffe (wie z.B. 'Paarberatung mit zwei Therapeuten', 'Paartherapie online' etc.).

 

Partnerschaftsberatung online & per Telefon

Paartherapie & Partnerschaftsberatung online per Video oder Telefon Eine Paarberatung kann auch via Chat oder als Videosprechstunde stattfinden.

 

Was vor wenigen Jahren kaum denkbar war, ist heute fast Selbstverständlichkeit: Therapeutische Gespräche via Telefon, Chat oder Videoschaltung.

Immer mehr Therapeuten bieten diese Beratungsvariante an - immer mehr Klienten erleben diese Option (aus logistischen Gründen) als entlastend und hilfreich.

 

Online oder per Telefon werden von vielen Kolleginnen und Kollegen inzwischen auch folgende 'Settings' angeboten (allerdings müssen Sie da vermutlich ein bisschen länger recherchieren):

 

1. Paartherapie-Sitzungen zu dritt per Video-Gespräch

(beide Partner & ein Paartherapeut)
Kosten: ca. 120-150 € pro Sitzung (zwischen 60 und 90 min) | mehr zu den Kosten hier

 

2. Paartherapie-Sitzungen zu viert per Video-Gespräch

(beide Partner & zwei Therapeuten -> häufig ein männlicher Paartherapeut und eine weibliche Paartherapeutin)
Kosten: ca. 150-180 € pro Sitzung (zwischen 60 und 90 min) | mehr zu den Kosten hier

 

3. Einzelsitzungen (mit Schwerpunkt Partnerschaft) per Telefon oder Video-Gespräch

(ein Partner & ein Paartherapeut)
Kosten: ca. 90-120 € pro Sitzung (50-60 min) | mehr zu den Kosten hier

 

Paartherapie in Eigenregie (Online-Tool & Bibliotherapie)

Paartherapie online in Eigenregie: mit Online-Tools und Coachings Effektiv & nachhaltig wirksam: Paartherapie online in Eigenregie mit einem Selbsthilfetool wie PaarBalance

 

Das paartherapeutische Online-Selbsthilfeprogramm PaarBalance

Für alle, die ihre persönlichen Ziele am liebsten in Eigenregie verfolgen, kann PaarBalance das Richtige sein:

Das Tool ist wissenschaftlich überprüft und ermöglicht dem einzelnen Partner flexibel (d.h. unabhängig von Zeit und Ort, in einem selbstgewählten Tempo und in frei zu wählenden Einheiten) an der Verbesserung seiner Beziehungsqualität zu arbeiten.

Die zentralen Inhalte aus 50 Jahren Paartherapie-Forschung und Praxis werden in dem Partnerschafts-Programm humorvoll auf den Punkt gebracht. Jeder Interessierte kann sich bequem von seinem Computer oder Smartphone aus die "wichtigsten Zutaten für eine glückliche Langzeitbeziehung" aneignen und in seinen Beziehungsalltag integrieren.

Durchführungsempfehlung:
Eine bis max. zwei (von insg. 18) Online-Einheiten pro Woche über einen Zeitraum von ca. 3-4 Monaten.

Kosten:
ca. 10 € pro Sitzung (Dauer ca. 25-30 min; unterteilbar in etwa 10-minütige Einheiten) | mehr zu den Kosten hier

 

Gerne können Sie direkt mit dem PaarBalance-Beziehungstest, der den Coaching-Lektionen vorgeschaltet ist, starten (unverbindlich & kostenfrei):

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Beratung in (kirchlichen) Beratungsstellen

Kompetente und wirksame Unterstützung für Paare und Einzelpersonen, die unter Beziehungsproblemen leiden, wird auch in kirchlichen Einrichtungen & staatlichen Beratungsstellen angeboten, die in allen größeren Städten (aber auch in vielen Kleinstädten) zu finden sind.

Links zu wichtigen Dach-Organisationen finden Sie hier:

 

  • ProFamilia | www.profamilia.de
    Gemeinnütziger Verein mit 180 Beratungsstellen in ganz Deutschland zu den Themen Verhütung, Kinderwunsch, Schwangerschaft, Sexualität und Partnerschaft. Vor allem auf rechtliche Aspekte fokussiert.
  • Deutsche Arbeitsgemeinschaft für Jugend- und Eheberatung | www.dajeb.de
    Gemeinnütziger Verein mit einem Register von 10.000+ Beratungsstellen vor Ort.
  • KBKEFL | www.katholische-beratung.de
    Katholische Beratungsstellen deutschlandweit.
  • Caritas | www.caritas.de
    Ehe-, Familien- und Lebensberatung.

 

Ansprechpartner bei akuten Notfällen

Ansprechpartner für Paartherapie bei akuten Notfällen Manchmal muss es schnell gehen: Wenden Sie sich im Notfall an eine entsprechende Kriseneinrichtung.

 

Bei massiven und akuten persönlichen oder Partnerschaftskrisen (insbesondere dann, wenn sie mit Gewalt oder Bedrohung in der Beziehung, mit Suizidalität oder starken psychischen Beeinträchtigungen - wie z.B. Depressionen, Ängsten, Substanzmittelmissbrauch o.a. - einhergehen) sollten Sie möglichst umgehend in Kontakt mit einer Kriseneinrichtung, einem/r Facharzt/Fachärztin oder einem/r Psychotherapeuten/in vor Ort in Kontakt treten.

Auch wenn es sich in der akuten Krise so anfühlen mag: Sie sind nicht alleine mit Ihrer Situation!

Es gibt zahlreiche kompetente Unterstützer, die zeitnah für Sie da sein möchten.

Hier finden Sie die wichtigsten Notfalladressen ↗

 

Die wichtigsten Kriterien, um das für mich passende Paartherapie-Angebot zu finden

Welche Therapeutin / welcher Therapeut ist die (der) richtige für mich?

Welche Therapeutin / welcher Therapeut ist die (der) richtige für mich? Es gibt ganz unterschiedliche Paartherapeutinnen und Beziehungstherapeuten, die Hilfreiches mitzugeben haben. Leider sind die Wartezeiten oft sehr lange.

 

Bei welchem Berater oder welcher Beraterin Sie sich gut aufgehoben fühlen, kann letztlich nur Ihr Gefühl 'entscheiden'.

Geben Ihnen Ihr Hausarzt, Verwandte oder Freunde, die Sie gut kennen, eine spezielle Empfehlung, können Sie davon ausgehen, dass Ihnen der empfohlene Berater mit großer Wahrscheinlichkeit persönlich 'liegt'.

Allerdings ist es dafür notwendig, sich 'hinter die Kulissen schauen' zu lassen, d.h. offen damit umzugehen, dass und warum Sie paartherapeutische Unterstützung brauchen.

Den meisten Menschen fällt es allerdings nicht leicht, im persönlichen Umfeld zu kommunizieren, wenn es dringend Veränderungen in sehr privaten bzw. intimen Bereichen (wie Sex, partnerschaftliche Kommunikation, Aufteilung von Arbeit etc.) braucht.

Viele Menschen mit Beziehungsproblemen ziehen es daher vor, zunächst 'anonym' im Internet nach der passenden Hilfe zu suchen.

Welche der folgenden Kriterien sind für Sie wichtig bzw. weniger wichtig?

 

  • Ausbildung der Beraterin (z.B. Medizinerin, Psychologin, Heilpraktikerin)
  • Therapie-Methode (z.B. systemische - verhaltenstherapeutische - analytische Beratung)
  • Therapeuten-Person (z.B. Mann/Frau; jünger/älter; quirlig/bedächtig...)

 

Vereinbaren Sie idealerweise so schnell wie möglich eine erste Kennlernstunde und entscheiden Sie danach 'aus dem Bauch heraus':

 

  • Fühlen wir uns wohl?
  • Fühlen wir uns verstanden?
  • Fühlen wir uns fair behandelt?

 

Manchmal braucht es mehrere Anläufe, bis es für beide Partner gleichermaßen 'passt'.

 

Mit welchen Wartezeiten & welcher Behandlungsdauer muss ich rechnen?

Die Wartezeiten & Behandlungsdauer bei einer Paartherapie Die Wartezeiten & Dauer bei einem paartherapeutischen Angebot können sehr stark variieren.

 

Leider helfen uns Durchschnittswerte an dieser Stelle nicht wirklich weiter. Beim Großteil der ambulant arbeitenden Berater variieren die Wartezeiten für das erste Gespräch sehr stark:

Manchmal ergibt sich noch am selben Tag ein spontanes Zeitfenster (z.B. durch eine krankheitsbedingte Absage) manchmal kann es mehrere Monate dauern, bis ein Erstgespräch zustande kommt.

Vor den ersten persönlichen Kontakten ist es in der Regel auch nicht möglich, die Frage nach dem zu erwartenden Umfang der paartherapeutischen Interventionen verbindlich zu beantworten.

Es muss also individuell angefragt und ggf. bei mehreren Einrichtungen / Kollegen parallel (am besten immer wieder) vorgefühlt werden, wie es um die Wartezeiten bestellt ist.

Häufig lohnt es sich, bereits beim ersten Telefonat (oder wenn Sie auf einen Anrufbeantworter sprechen) zu betonen, dass Sie versuchen werden, einen ersten Kennenlern-Termin auch spontan wahrzunehmen (etwa wenn ein Termin kurzfristig frei werden sollte). Dann klappt es mit dem Anamnese-Gespräch unter Umständen doch relativ schnell, Sie haben schon einmal "einen Fuß in der Tür" und bereits ein Gefühl dafür, "ob die Chemie stimmt".

Einzig bei der Inanspruchnahme von Angeboten, die komplett in Eigenregie genutzt werden können (Online-Programme ↑; Selbsthilfeliteratur; Audio-Tools), liegt es in Ihrer Hand zu entscheiden, wann, in welchem Tempo und in welchem zeitlichen Umfang Sie sich mit den Herausforderungen in Ihrer Beziehung beschäftigen möchten.

Hier gibt es keinerlei Wartezeiten oder Vorgaben, wie viele Lektionen / Kapitel in welchem Zeitrahmen, zu welcher Uhrzeit oder in welchem Setting durchlaufen werden 'müssen' - sondern das bestimmen allein Sie selbst.

Die folgenden Fragen können Ihnen dabei helfen, Ihren inneren Kompass bzgl. Wartezeiten & Behandlungsdauer auszurichten und nach persönlicher Relevanz einzelner Faktoren für sich zu entscheiden:

 

  • Können wir noch eine Weile warten oder sollten wir / sollte ich möglichst sofort aktiv werden - ohne Wartezeit?
  • Was wäre mir (uns) lieber: Flexible Behandlungseinheiten nach Bedarf? Ein fester Therapie-Platz mit verbindlicher (finanzieller) Vereinbarung?
  • Wie lange wäre ich (wären wir) bereit, eine Therapie zu machen? Wochen? Monate? Jahre?
  • Bevorzuge ich Beratungseinheiten in kleiner Dosierung oder 'kompakt' (evtl. als Intensiv-Workshop)?
  • Würden wir generell ein umfangreiches + intensives Angebot bevorzugen oder möchte ich (möchten wir) lieber so wenig professionelle Unterstützung wie möglich?

 

Wie kann ich Wartezeiten sinnvoll überbrücken?

Man könnte denken, dass ein Paar, das sich bereits für einen Paartherapieplatz hat vormerken und auf eine Warteliste hat setzen lassen, gewillt ist, etwas Grundsätzliches zu verbessern - und bereits selbst alles dafür tut, damit sich die Dinge positiv verändern.

Aus der Paartherapieforschung wissen wir jedoch, dass 'Wartezeit' als solche bei Paaren, die sehr verstrickt miteinander sind, fast nie automatisch mit einer Verbesserung der Beziehungsqualität einhergeht.

Das bedeutet: Auch wenn ein Paar weiß, dass der Beginn einer Paartherapie näher rückt, führt das leider noch nicht dazu, dass sich Frequenz oder Heftigkeit von Streitigkeiten bereits reduzieren oder es den Betroffenen gelingt, freundlicher miteinander umzugehen.

Eingeschliffene negative Muster lösen sich in der Regel erst dann auf, wenn gezielt und aktiv - und mit innerem Commitment und idealerweise einer verlässlichen Orientierungshilfe - das Thema "Beziehung verbessern" in den Fokus gerückt wird.

Wer also wirklich den Wunsch nach einer tiefgreifenden Veränderung hat, sollte am besten sofort damit starten, etwas für die Verbesserung des Miteinanders zu tun - bis die Paartherapie offiziell beginnt.

Zwei bewährte Möglichkeiten, wie Sie das Thema "Mehr Partnerschaftsqualität" sofort selbst (und dennoch angeleitet) anpacken können, sind z.B. die Nutzung eines strukturierten Online-Selbsthilfeprogramms ↑ oder Therapeutische Selbsthilfe-Manuale mit integrierten Übungen ↓.

 

Kann ich auch alleine Paartherapie machen?

Ist eine Paartherapie alleine möglich & sinnvoll? Ja! Sie können auch alleine den Weg zum Paartherapeuten wagen. - Es kann bereits sehr viel bewirken, wenn die eigenen Gefühle sortiert werden.

 

Es ist ein Irrglaube zu denken, dass Partnerschaftsberatung nur dann greift, wenn ein Paar 'zu zweit antritt'. Vielmehr wird es bereits als sehr entlastend erlebt, wenn die eigenen Wünsche und Bedürfnisse und Enttäuschungsmomente in Worte gefasst und sortiert werden können.

Gerade dann, wenn die Probleme schon länger bestehen oder sich bei den immer gleichen Themen (Kinder, Sex, Balance zwischen privatem und beruflichem Leben, Mann-Frau-Klischees etc.) heftiger Streit entzündet, kann es Sinn machen, dass sich zunächst jeder alleine - ohne den anderen als Zuhörer - in Ruhe mit dem Paartherapeuten bespricht.

Verändert man sich selbst, zum Beispiel mithilfe einer Therapie oder eines Coachings, verändert sich automatisch auch der Partner und die Partnerschaft.

Verzichten Sie also auch dann nicht auf eine Partnerschaftsberatung oder -therapie, wenn Ihr Partner zu Beginn (oder auch dauerhaft) nicht aktiv mit einsteigen möchte.

Wenn Sie sich konsequent um positive Veränderung bemühen, wird Ihr Partner (früher oder später) nachziehen (müssen). ;-) Das geschieht ganz unwillkürlich - nach den Gesetzmäßigkeiten der sogenannten 'Reziprozität' (Wechselseitigkeit).

Die interaktive Paartherapie online von PaarBalance ist vor diesem Hintergrund bewusst auf den Einzelnen zugeschnitten und so konzipiert, dass das Programm theoretisch auch "insgeheim" - also ohne die Kenntnis des anderen - durchgeführt werden kann.

Entsprechend stehen auch bei der Bestandsaufnahme vor dem eigentlichen Programmstart (siehe PaarBalance Beziehungstest & Beziehungsprofil) die individuellen Wahrnehmungen, Einstellungen und Verhaltensmuster dessen, der die Fragen beantwortet, im Fokus.

 

 

 

 

Paartherapie Kosten: Was kommt auf uns zu?

Paartherapie Kosten: Was kommt auf uns zu? Eine umfangreiche Kostenübersicht finden Sie in unserem Artikel "Paartherapie Kosten"

 

Paartherapie ist (leider) keine Krankenkassenleistung, d.h. die damit einhergehenden (u.U. nicht ganz unerheblichen) Kosten müssen selbst getragen werden.

Es gibt allerdings auch relativ günstige Alternativen zur klassischen Paartherapie.

In unserem Artikel "Paartherapie Kosten: Komplette Übersicht aller Kosten einer Paartherapie" finden Sie eine detaillierte Beschreibung der verschiedenen Paartherapie-Möglichkeiten, der zu erwartenden (Nutzungs-) Gebühren und Antworten auf die Fragen:

 

  • Entstehen bei einer Therapie in jedem Fall Kosten, die ich privat tragen muss?
  • Macht es Sinn, meine Krankenkasse zu fragen, ob sie mich ggf. unterstützt?
  • Gibt es auch professionelle Hilfsangebote für Paare, bei der keinerlei (private) Kosten entstehen?

 

Wann und für wen ist Paartherapie & Beziehungscoaching sinnvoll?

Die häufigsten Gründe, warum sich Paare Hilfe holen

Es gibt viele Gründe, warum man eines Tages über eine Paarberatung oder ein Beziehungscoaching nachdenkt: Misslingende Kommunikation, eskalierende Konflikte, zu wenig Sex, Streit um die Erziehung der Kinder, Ärger wegen übergriffiger Eltern, als ungerecht erlebte Aufteilung bei der häuslichen Arbeit u.v.m.

Gründe, warum sich Paare Hilfe holen Fast jeder hat in seiner Beziehung ein paar Themen, die er lieber gar nicht erst anfassen würde.

 

Meist ist es nicht der eine Streit, der 'das Fass zum Überlaufen bringt', oder ein konkreter Auslöser, der Paare letztlich unglücklich werden lässt, sondern es liegt irgendwann dauerhaft eine diffuse Unzufriedenheit in der Luft - und es ist keine Lösung in Sicht, wie die ungute Atmosphäre beendet werden könnte.

Vielleicht finden auch Sie sich in einer der folgenden Aussagen (von Klienten zu Beginn einer Beratung) wieder:

 

  • "Wir sind wahnsinnig schnell gereizt und streiten uns extrem viel."
  • "Meine Frau und ich reden häufig aneinander vorbei."
  • "Mein Mann und ich haben oft komplett andere Vorstellungen bei fast allen wichtigen Themen (Erziehung unserer Kinder, Rolle als Eltern, Arbeitsaufteilung in der Familie, Freizeitgestaltung, Finanzen... )."
  • "Zärtlichkeit? Innigkeit? Sexualität? Gibt es zwischen uns nicht mehr."
  • "Wir haben uns als Paar irgendwie 'verloren'."
  • "Ich habe das Gefühl, dass wir uns immer mehr entfremden."
  • Es geht mir einfach nicht mehr gut in unserer Beziehung."

 

Negative Ereignisse von 'außen' schweißen Paare manchmal noch näher zusammen.
Beziehungen können allerdings auch in eine Krise geraten, wenn sie durch Herausforderungen wie eine der folgenden erschüttert werden:

 

  • Arbeitslosigkeit
  • eine berufliche Konfliktsituation
  • die Krankheit eines Angehörigen
  • ein traumatisches Erlebnis (z.B. der Verlust einer nahestehenden Person)

 

Ein häufiger Grund ist Stress von Außen Durch 'Stress von außen' (wie Arbeitslosigkeit oder der Tod eines Angehörigen) kann eine Beziehung stark in Mitleidenschaft gezogen werden.

 

Aber auch durch einen 'positiven' Meilenstein kann die Liebe in große Turbulenzen geraten, wie etwa:

 

  • das Zusammenziehen in die erste gemeinsame Wohnung
  • Urlaub
  • Hochzeit
  • die Geburt eines Kindes
  • Umzug, Renovierung oder Hausbau

 

Statt auf Wolke 7 zu schweben - weil endlich die erste Wohnung bezogen, der Sommerurlaub angetreten oder das langersehnte Wunschkind geboren wurde - gerät das Paar vollkommen unerwartet in eine Krise.

Dass das passieren kann, ist vielen Menschen nicht bewusst und verunsichert dann natürlich umso mehr.

 

Große Lebensereignisse in einer Beziehung Plötzlich "dunkle Wolken am Himmel" statt "gemeinsam auf Wolke 7"? Sich nicht glücklich zu fühlen, obwohl man 'es doch eigentlich sein müsste', ist verständlicherweise maximal irritierend.

 

Wer kann Paartherapie & Beziehungsberatung in Anspruch nehmen?

Grundsätzlich kann Partnerschafts- oder 'Eheberatung' von jedem in Anspruch genommen werden - ganz unabhängig davon, ob die Personen (bzw. die Paare)

  • verheiratet, unverheiratet, geschieden,
  • gläubig oder nicht gläubig,
  • heterosexuell, homosexuell, bisexuell, transsexuell,
  • (Stief)Mutter / (Stief)Vater, kinderlos,
  • jung, mittelalt oder hochbetagt
  • ... sind.

Das gilt auch für Einrichtungen mit einem kirchlichen Träger einer bestimmten Konfession.

 

Gut zu wissen:

In der Regel kann eine Paar-Beratung nicht nur von einem Paar zusammen, sondern auch vom Einzelnen in Anspruch genommen werden.

Das kann etwa dann hilfreich sein, wenn jemand erst einmal "vorfühlen" möchte oder beide noch nicht im gleichen Ausmaß aufgeschlossen für Support von außen sind.

 

Eine Paar-Beratung kann von jedem, auch einzeln, in Anspruch genommen werden Unabhängig von Herkunft, Alter, Konfession, Geschlecht oder sexueller Orientierung: Wer Hilfe benötigt, kann sich (u.a. auch an kirchliche Ehe-) Beratungsstellen wenden.

 

Für wen ist eine Paartherapie nicht geeignet?

Einem Paar aus der Krise zu helfen, wird immer dann sehr schwierig bis unmöglich, wenn

  • starke psychische Beeinträchtigungen (wie Depressionen, 'Narzissmus', Zwangsstörungen, massive Ängste) oder Sucht (Alkohol-, Drogen-, Spielsucht ...) vorliegen oder
  • das Miteinander von Gewalt, Missbrauch oder suizidalen Krisen geprägt ist.

 

Trifft etwas hiervon auf Ihre Beziehung zu?

Dann sollten Sie schnellstmöglich eine entsprechende Kriseneinrichtung, eine/n Facharzt/Fachärztin oder eine/n Psychotherapeuten/in vor Ort kontaktieren (siehe dazu auch unsere Adressen & Ansprechpartner bei akuten Notfällen).

 

Wann eine Paartherapie nicht ausreicht ist Ist eine Beziehung von einer gravierenden psychischen Störung, Sucht oder Gewalt geprägt, dann reicht Paarberatung alleine nicht aus. Bitte nehmen Sie baldmöglichst Kontakt zu einer spezifischen Kriseneinrichtung auf!

 

Was sind die Ziele von Paarberatung und Beziehungs-Coaching?

Die genauen Behandlungsziele variieren von Paar zu Paar und von Beziehungskonstellation zu Beziehungskonstellation - je nachdem, welches die Stärken und Schwächen der jeweiligen Beziehung sind, worunter jeder leidet und um welche Veränderungswünsche es den einzelnen Paaren geht.

Dennoch lassen sich auch ein paar übergreifende Therapieziele benennen. So soll Paaren (bzw. Menschen in einer festen Beziehung) mithilfe von professionellen Unterstützungsangeboten im Laufe eines Beratungsprozesses fast immer dabei geholfen werden:

 

  • die Paarbeziehung insgesamt zu stärken
  • eine gemeinsame Zukunftsperspektive zu entwickeln
  • ein möglichst umfangreiches Beziehungswissen zu erlangen
  • das Verständnis für die persönlichen Befürfnisse und die des anderen zu verbessern
  • sich zu versöhnen und einander zu vergeben
  • sich die 'Dos & Don'ts' für eine gelingende Kommunikation (wieder) anzueignen
  • Partnerschaftsprobleme und Konflikte miteinander zu lösen
  • eine Trennung zu verhindern (siehe dazu auch unseren Blogartikel "Soll ich mich trennen? Die wichtigsten Fragen, Überlegungen & Hilfen")

 

Die Ziele von Paarberatung und Beziehungs-Coaching Das Ziel von Paartherapie: Paare dabei unterstützen, zugleich "Ich + Du" und "Wir" zu sein.

 

Um die wichtigsten Veränderungsziele ableiten zu können, braucht es eine klare Einschätzung darüber, wie es um die eigene Liebe bestellt ist.

Der wissenschaftlich geprüfte Beziehungstest von PaarBalance ermöglicht Ihnen einen fundierten Überblick darüber, wie Sie Ihre Beziehungsqualität in wichtigen Bereichen empfinden und wie Sie Ihr Miteinander selbst gestalten (Dauer: ca. 10 Minuten).

Sie können sofort starten und erhalten kurz darauf Ihr persönliches Beziehungsprofil (kostenfrei):

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Wie steht es um Ihre Beziehung?
Was sind Ihre Stärken & Schwächen?

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Schnelle Trennung & neue Partnersuche als Alternative?

Partherapie Alternative: Schnelle Trennung? Besser nach einem neuen Partner suchen statt nach einem passenden Therapeuten? ;-)

 

Wichtig zu wissen:

Neue Beziehungen, die nach einer Trennung oder Scheidung eingegangen werden, sind meist nicht stabiler und glücklicher, sondern die Trennungsquote ist um einiges höher.

Mit dem nächsten Partner wird also nicht automatisch alles besser. Es entspricht nicht der Realität, dass alle Beteiligten aus früheren Fehlern gelernt haben und nun gefeit davor sind, neuerlich in ungute Muster zu geraten.

Daher ist es auch so lohnenswert, mit seinem jetzigen Partner - den man sich ja in der Regel selbst ausgesucht hat und offenbar mal sehr gern hatte :-) - noch einmal einen ernsthaften Beziehungsversuch zu starten, nach dem Motto:

"Lieber mit dem alten Partner etwas Neues erleben als mit einem neuen wieder das Alte."

Je länger eine Beziehung besteht, desto mehr hat sich das entwickelt, was wir als ‚Bindung‘ spüren. Der andere ist Teil meines Ichs, meiner Biographie geworden. Das lässt sich nicht mal eben abschneiden und austauschen.

 

Kann ich es auch ohne Paartherapie schaffen?

Diese Frage ist nicht pauschal zu beantworten. Grundsätzlich empfehlen wir:
Holen Sie sich im Zweifelsfall lieber (zu) früh als (zu) spät externe Hilfe.

 

"Was habe ich selbst schon probiert, um unsere Beziehung zu verbessern?"

Versuchen Sie, sich die folgenden Fragen zu beantworten:

  • Was habe ich, was haben wir selbst schon alles versucht, um gute Lösungen zu finden und unsere Konflikte dauerhaft in den Griff zu bekommen?
  • Ist es die 'Mission' von uns beiden, unsere Liebe zu retten - oder weiß der andere womöglich gar nicht, wie (schlecht) es mir geht, wo ich stehe und was ich brauche?
  • Wissen wir, wie befreundete Paare zurückliegende Krisen gelöst haben? Könnte uns das weiterhelfen?
  • Gibt es Freunde, mit denen wir uns offen austauschen könnten (bzw. sollten)?
  • Wären ich bzw. wir wirklich dazu bereit, mit einem vollkommen Außenstehenden über unsere Probleme zu sprechen?

 

Miteinander reden anstatt gleich zum Paartherapeiten Eigentlich müsste man sich nur wieder so wie am Anfang der Beziehung verhalten: Frisch Verliebte sind interessiert am anderen und gehen sehr respektvoll miteinander um.

 

Offene Gespräche mit guten Freunden als Lösung?

Wenn man selbst irgendwo 'feststeckt' und sich Unterstützung wünscht, kann es sehr hilfreich sein, sich einem engen Freund, einer guten Freundin oder einem Familienangehörigen anzuvertrauen. Das gilt für alle relevanten Themen - und nicht nur für Schwierigkeiten in der Beziehung.

Manche Angehörige sind wunderbare Ratgeber, die auch die Funktion eines externen, unparteiischen Beraters übernehmen können - zumindest phasenweise.

Wenn es gelingt, mit vertrauten Menschen ehrliche Gespräche zu führen, in denen man sich öffnen und die eigenen Bedürfnisse in Worte fassen kann, bei denen zusammen nach einer konstruktiven Lösung für die aktuelle Problematik gesucht wird und nach denen man sich zuversichtlicher und ermutigt fühlt - ist das etwas Wunderbares. Davon profitiert dann auch die Paarbeziehung.

Die Problematik, die entstehen kann, wenn Sie mit engen Vertrauten über eine schwierige Situation zwischen Ihnen und Ihrem Partner sprechen, ist die folgende:

Etliche der Ihnen Nahestehenden verhalten sich vermutlich nicht 'neutral'. Vielmehr sind sie - und das vollkommen zu Recht - mit größter Wahrscheinlichkeit 'auf Ihrer Seite'. Sie wünschen sich, dass es Ihnen möglichst bald wieder besser geht.

Dadurch kann es passieren, dass sie ganz automatisch auf der 'Gegenseite' Ihres Partners stehen. Und genau das kann sich zunächst auch sehr entlastend anfühlen.

Was passiert, wenn ein guter Freund selbst frustriert ist, etwas vermeintlich Ähnliches erlebt hat oder Sie generell vor Schmerzen schützen möchte?

Dann sind Kommentare oder Ratschläge möglicherweise so gefärbt, dass immer weiter in dieselbe Kerbe geschlagen wird - und es noch schwieriger für Sie wird, den entstandenen Graben wieder zu überwinden.

Mitunter kann es später sogar richtiggehend schwierig werden, seinen Freunden gegenüber zu kommunizieren, sich 'als Paar wieder besser' zu verstehen. Dann können Sätze fallen wie: ''Was?! Mit diesem Arsch lässt du dich wieder ein?!''

Insofern sollten Sie sich genau überlegen, ob und wann es sinnvoll ist, Freunde (oder Verwandte) als Beziehungsberater einzubinden.

 

Offene Gespräche mit guten Freunden als Alternative zur Paartherapie? Gespräche mit guten Freunden können entlasten und einem nützliche Anstöße geben - oder aber verunsichern und eine ohnehin bereits schwierige Situation weiter aufheizen.

 

Die meisten Menschen haben ein recht sicheres Gespür dafür, mit wem sie unzensiert auch über intime 'Heiße Eisen' sprechen können - und mit wem eher nicht.

Falls Sie unsicher sein sollten, wer aus Ihrem persönlichen Umfeld ein für Sie und Ihre spezifische Situation hilfreicher Gesprächspartner sein könnte, sollten Sie sich lieber 'externen' Rat einholen.

Ein neutraler Außenstehender hat den nötigen inneren Abstand - und steht weder auf der einen, noch auf der anderen Seite.

Nur wenn ein ausgewogender Blick auf die konstruktiven wie auch auf die problematischen Verhaltensmuster beider Beteiligter möglich ist, kann herausgearbeitet werden, wer an welchen Entwicklungen welchen Anteil hatte - und der Blick dafür geschärft werden, was es als Beitrag von jedem einzelnen braucht, damit sich die Dinge wieder in eine positive Richtung entwickeln können.

 

Warum so viele Paare zu spät zur Paartherapie kommen

Warum so viele Paare zu spät zur Paartherapie kommen Zu viel miteinander gestritten, zu tief die gegenseitigen Verletzungen: Für Paartherapeuten ist es jedesmal sehr bedauerlich, wenn sie statt Paartherapie nur noch Trennungsbegleitung anbieten können.

 

Man könnte eigentlich denken, dass es heutzutage nicht mehr besonders schambesetzt ist, Psychotherapie, Beratung oder Coaching in Anspruch zu nehmen. Leider ist dem aber nicht so.

Viele Menschen kommen noch immer sehr spät (und bedauerlicherweise oft: zu spät) zur Paarberatung - etwa weil sie (zu lange) denken, dass Partnerschaft etwas so Privates ist, dass "man das doch selbst wieder irgendwie hinkriegen muss" - auch dann, wenn die Beziehung schon seit längerem nicht mehr rund läuft und der Leidensdruck hoch ist.

Manchmal ist auch nur einer bereit, sich professionelle Unterstützung zu suchen, der andere sträubt sich aber noch (zu lange) hartnäckig dagegen.

Wenn es dann "5 nach 12" und ‚das Kind schon in den Brunnen gefallen‘ ist, bleibt den Beratern oft nur noch die Trennungsbegleitung.

Das ist zutiefst bedauerlich. Nicht nur, weil 'Trennung' eines der schlimmsten und schmerzhaftesten Life-Events ist, sondern auch, weil es meist gar nicht allzu viel an Veränderung gebraucht hätte, um die Beziehung noch einmal grundlegend zu verbessern.

 

Warum es sich lohnt, seine Beziehung zu retten

Es gab triftige Gründe, warum Sie als Paar zusammen gekommen und bis heute beieinander geblieben sind. Vermutlich fanden Sie Ihren Partner 'gut', haben ihn ins Herz geschlossen, viel erlebt, gespürt, dass Sie zueinander gehören und sich brauchen. Vielleicht haben Sie auch den Wunsch entwickelt, Familie zu gründen, Kinder aufzuziehen und Eltern zu sein.

 

Der Einfluss von Beziehungsglück auf unsere Gesundheit

Eine stabile und tragfähige Beziehung ist die zentrale Variable für seelische und körperliche Gesundheit schlechthin - mit deutlichen Auswirkungen bis ins hohe Alter. Daher lohnt es sich (fast immer), alles dafür zu tun, (wieder) eine glückliche Partnerschaft zu führen.

'Trennung' und 'Scheidung' gehören zu den belastendsten Lebensereignissen überhaupt. Es sollte in der Regel möglichst alles versucht werden, um ein endgültiges Auseinandergehen zu verhindern.

Sich intensiv damit auseinanderzusetzen, wie Sie Ihre Beziehung (wieder) bereichern können, ist daher das Beste, was Sie für Ihr Leben und Ihre Gesundheit tun können.

Entschließen Sie sich jetzt und hier dazu, in den nächsten Wochen und Monaten (noch einmal) alles dafür zu tun, Ihre Liebe (wieder) aufblühen zu lassen.

 

Der Einfluss von Beziehungsglück auf unsere Gesundheit Die Liebe ist kostbar - aber auch zerbrechlich. Holen Sie sich nicht erst dann Hilfe, wenn es bereits "5 nach 12" ist.

 

Das 'Umerziehungsprogramm' stoppen & die eigene Lebensqualität erhöhen

Wie gehen wir mit der Tatsache um, dass unser Partner anders ist als wir selbst? Oder anders, als wir ihn gerne hätten?

Die 'Krisenpaare' sind meist diejenigen, die den anderen als 'nicht richtig' wahrnehmen und eines Tages 'das große Umerziehungsprogramm' starten, weil sie sich zunehmend aufregen über dessen 'nervige' Eigenschaften und Verhaltensweisen.

Wir alle sollten uns aber bewusst darüber sein:

Den anderen gegen dessen Wunsch und Willen verändern zu wollen, ist immer zum Scheitern verurteilt.

 

Das 'Umerziehungsprogramm' stoppen & die eigene Lebensqualität erhöhen Der andere ist anders, weil er ein anderer ist... :-) Wer das akzeptiert, hat schon gewonnen.

 

Therapeutische Unterstützung kann sehr hilfreich dabei sein, um für sich herauszu­finden, wo Veränderung möglich ist und wo nicht, in welchen Bereichen es darum geht, aktiv und kreativ zu werden - und wann 'Akzeptanz' und 'Gelassenheit' die erfolgversprechenderen Qualitäten wären.

Können Sie sich die folgenden Fragen beantworten:

 

  • Bin ich bereit, etwas an mir selbst zu verändern?
  • Bin ich bereit, den anderen als 'Gesamtpaket' zu akzeptieren?
  • Bin ich bereit, den anderen (behutsam) dabei zu unterstützen, seine persönlichen Ziele zu erreichen - auch, wenn sich diese nicht mit meinen decken sollten?

In einem Beratungssetting oder einem interaktiven Online-Coaching kann herausgearbeitet werden, um welche Veränderungs- und Aktzeptanz-Bereiche es sich im einzelnen handelt.

Kämpfen wir hartnäckig darum, etwas zu verändern, was sich nicht verändern lässt (z.B. weil der andere keine Veränderung erreichen kann oder will), holen wir uns immer wieder 'eine blutige Nase' - indem wir quasi gegen die immer gleiche Mauer rennen und nicht glauben wollen, dass sich dort kein Tor öffnen lässt, ganz gleich, wie hartnäckig wir sind.

 

"Unsere Ausgangssituation ist sehr schwierig!" - Macht Paartherapie trotzdem Sinn?

 

Ist Paartherapie nach einer Affäre sinnvoll?

Paartherapie nach einer Affäre - ist das sinnvoll? Die Affäre ist aufgeflogen! - Alles ist zusammengebrochen, das bisherige Leben liegt in Scherben. Ist ein Therapeut da überhaupt noch hilfreich?

 

Der Super-GAU für Beziehungen: Eine Affäre ist aufgeflogen!

Es ist zum größtmöglichen Vertrauensbruch gekommen. Schmerz, Wut und Verzweiflung sind kaum auszuhalten. Zu erfahren, dass der vertraute Herzensmenschen einen hintergangen und angelogen hat, dass er nicht aktiv "Nein!" gesagt hat zu einer Versuchung, dass er sich in einen Strudel aus Verlockung und Lügen hat hineinreißen lassen, dass er mit einer anderen Frau bzw. einem anderen Mann Intimität und Sex hatte und die feste Beziehung währenddessen offenbar komplett ausblenden konnte:

Das! Tut! Unendlich! Weh!
Für viele Paare ist das der Grund für eine sofortige Trennung.

Im Kopfkino des Betrogenen laufen die immer gleichen Filme in Endlosschleife:

Paar liegt aufgeheizt aufeinander und hat Sex.
Frau stöhnt.
Mann stöhnt.
Ein wenig Pause.
Frau säuselt: Ich will Dich nochmal.
Mann säuselt: Ich Dich auch.

Und wieder von vorne:

Paar liegt aufgeheizt aufeinander und hat Sex.
Frau stöhnt.
Mann stöhnt.
Ein wenig Pause.
Frau säuselt: (...) usw. usw.

Im Betrogenen dreht sich zunächst das Phantasie- und Gedanken-Karussell unaufhörlich und lässt sich nicht stoppen.

"Ist nicht sowieso alles zu spät, wenn es zu einer Affäre gekommen ist?"
Nein!

"Macht es überhaupt noch Sinn, nach einem solch katastrophalen Vertrauensbruch mit einem Außenstehenden zu sprechen?"
Ja!

In sehr vielen Fällen ist es möglich, das Ruder mit professioneller Hilfe noch einmal herumzureißen, so dass die Betroffenen - auch wenn sie das selbst zunächst nie für möglich gehalten hätten - am Ende oft gestärkt und gereift (und das wichtigste: gemeinsam!) aus dem Chaos hervorgehen können.

Gerade in so einer Ausnahmesituation kann daher der Gang zum Paartherapeuten oder die Beschäftigung mit einem fundierten Erste-Hilfe-Programm zur Orientierung nach Betrug ↗  extrem wichtig sein, damit im Affekt nicht noch mehr Porzellan zerbrochen wird.

Wie Sie sich 'richtig' verhalten und wieder die Kontrolle über Ihr Leben zurückgewinnen, wenn Ihr Partner fremdgegangen ist, erfahren Sie in unserem Artikel "Affäre verzeihen".

"Krise als Chance" - da ist viel Wahres dran. Die größten Krisen bergen häufig die größten Chancen.

Vor diesem Hintergrund möchten wir also dringend empfehlen:

Holen Sie sich kompetente Unterstützung!

Für die meisten Betrogenen ist es am besten, sich zunächst selbst mit der Situation auseinanderzusetzen, um wieder Boden unter die Füße zu bekommen, bevor als Paar darüber nachgedacht werden kann, wie es jetzt weitergehen soll und was es braucht, um ggf. einen Neustart zu wagen.

 

 

Hilft Paartherapie, wenn die Gefühle weg sind?

Was ist wenn die Gefühle weg sind? Was, wenn die Liebe verschwunden ist?

 

Vielleicht denken Sie machmal: "Bei uns plätschert nur noch alles fad vor sich hin. Tagein, tagaus. Von der anfänglichen Leidenschaft und Freude aneinander ist nicht mehr viel übrig geblieben. Wenn wir uns doch wenigstens noch streiten würden!"

Streiten wird immer wieder mal gleichgesetzt mit: "Es ist noch Interesse am anderen da!" "Es gibt noch starke Gefühle" "Da, wo Konflikte sind, ist die Leidenschaft nicht weit" o.ä.

Der Umkehrschluss - dass da, wo es keine Konflikte (mehr) gibt, sich dauerhaft Lieb- und Interesselosigkeit ausgebreitet haben, ist so allerdings nicht richtig.

Vielmehr ist es meist um ein vielfaches schwieriger, Paaren, die sich in eskalierten Streitsituationen tief verletzt haben, dabei zu helfen, wieder ein respektvolles Verhältnis zueinander aufzubauen. Dort, wo viel zerbrochen ist, muss auch viel gekittet werden - das, was einst kostbar und schön war, wird immer versehrt bleiben. Manche Wunden heilen nie vollständig.

Schöne Gefühle, die über die Zeit etwas verschüttet gegangen sind, gemeinsam auszugraben und durch regelmäßiges 'Gießen' und 'Düngen' wieder zum Blühen zu bringen, ist meist um einiges einfacher und schneller möglich.

 

Die Liebe pflegen Entschließen Sie sich dazu, Ihre Liebe wieder bewusst zu pflegen.

 

 

Es gibt viele bewährte Strategien, mithilfe derer es gelingen kann, wieder an den innigen Momenten anzuknüpfen. Gefühle können zwar nicht erzwungen werden - aber sie können wiederentdeckt werden. Und das fällt um einiges leichter, wenn wir nicht parallel mit der Versorgung von schweren Verletzungen beschäftigt sind.

Paartherapie oder Partnerschafts-Coaching kann der genau passende Hebel sein, um den lohnenswerten Prozess des Aktiv-werdens, Wiederentdeckens, Schöne-Rituale-Etablierens neuerlich in Gang zu setzen und zu begleiten.

Erfahren Sie speziell zu diesem Thema mehr in unseren beiden Blogartikeln:

"Hilfe! Meine Beziehung ist eingeschlafen": Wenn die Gefühle nachgelassen haben

"Beziehung ohne anfängliche Verliebtheit": Wenn von Anfang an keine starken Gefühle da waren

 

Professionelle Hilfe durch Bibliotherapie & Audio-Programme

Unter "Bibliotherapie" versteht man den gezielten Einsatz von Literatur zur Heilungsunterstützung, zur Heilung selbst und/oder zum persönlichen Wachstum.

Wer gerne liest, der möge sich gezielt in der örtlichen Bücherei oder Buchhandlung bzw. auf entsprechenden Bücherportalen nach seriöser Literatur oder Audio-Books zu für ihn relevanten Beziehungsthemen umschauen.

Besonders empfehlenswert: Arbeitshefte und -Bücher mit Übungen und Trainingseinheiten, die Platz für eigene Gedanken und Vorhaben bieten.

Als Basis-Lektüre sei an dieser Stelle der beliebte Selbsthilfe-Klassiker des renommierten Paartherapeuten Prof. Dr. Ludwig Schindler & Kollegen empfohlen:

"Partnerschaftsprobleme? - So gelingt Ihre Beziehung - Handbuch für Paare" (Springer-Verlag; 6. Auflage)

ISBN-Nummer: 3662603357

Buchtipp: Partnerschaftsprobleme Buchtipp für eine harmonische Partnerschaft: Partnerschaftsprobleme? So gelingt Ihre Beziehung - Handbuch für Paare

 

Zahlreiche Menschen suchen verzweifelt nach Unterstützung, wenn eine Affäre ans Tageslicht gekommen und die Beziehung in ihren Grundfesten erschüttert wurde. Für diese Gruppe Hilfesuchender möchten wir auf das Audio-Programm "Tabuthema Affäre" ↗ hinweisen, das mit aufschlussreichen Interviews, klaren Orientierungshilfen & nützlichen Arbeitsmaterialien Struktur und Halt im Ausnahmezustand bietet.

 

Tipp: Audio-Serie Tabuthema Affäre

Der Super-GAU in jeder Paarbeziehung: Wenn Betrug ans Licht kommt, ist nichts mehr so, wie es war. Das Audio-Programm "Tabuthema Affäre" gibt Orientierung und Halt in der Ausnahmesituation.

 

Wie ist der Ablauf einer klassischen Paartherapie?

Es gibt zwar 'Manuale' für Paartherapeuten, die Orientierung an einem bewährten Leitfaden anbieten - dennoch sind der Verlauf eines Therapieprozesses und die Gesprächsinhalte letztlich so unterschiedlich wie die jeweiligen Menschen selbst.

Die optimale Vorbereitung auf eine Paartherapie

Am besten können Sie sich auf den Beginn einer Paartherapie oder Beratung vorbereiten, wenn Sie sich ehrlich mit dem Ist-Zustand Ihrer Beziehung beschäftigen: Mit allen Gemeinsamkeiten und Stärken sowie allen Herausforderungen und Schwachstellen.

Der (kostenfreie) Beziehungstest von PaarBalance hilft Ihnen genau hierbei. In einem individuell auf Ihre persönliche Situation angepassten Beziehungsprofil (das Sie als PDF abspeichern, ausdrucken oder versenden können) erhalten Sie einen übersichtlichen Überblick über Ihre Ressourcen und Gefahrenbereiche.

 

 

Das Beziehungsprofil ist eine sehr gute Basis, von der aus Sie zusammen mit Ihrem Paartherapeuten in die weitere Paarberatung starten können.

Wenn beide Partner den Test jeweils authentisch beantworten und anschließend ihre Beziehungsprofile vergleichen, kann das zum spannenden und schwungvollen Therapie-Auftakt werden.

 

Im Laufe des Beratungsprozesses rücken in der Regel folgende Aspekte in den Fokus:

 

Die subjektive Wahrnehmung jedes einzelnen

Zunächst dürfen Sie sich von der Seele reden, wie es Ihnen geht und wie Sie Ihre Partnerschaft erleben. Sie erhalten den Raum, Ihre eigene Gefühlswelt, persönlichen Sichtweisen und Wahrnehmungen mitzuteilen, während der andere dazu angehalten ist, zunächst einmal nur zuzuhören und zu verstehen - bevor er seinerseits Stellung beziehen kann.

 

Themen, Wünsche & Ziele

Ein Hauptziel nahezu jeder Paartherapie ist es, die beiden Partner wieder in einen wohlwollenden Austausch zu bringen.
Hierfür braucht es die Beantwortung zentraler Fragen:

 

  • Weshalb und wobei wünschen Sie (und Ihr Partner) sich Unterstützung?
  • Was hat Sie beide zusammengebracht? Was hat Sie angezogen? Was mochten Sie aneinander?
  • Gibt es Wunden, die noch nicht geheilt sind?
  • Sind Sie (beide) (prinzipiell) bereit, einander Verletzungen zu vergeben, und als Paar nach vorne zu schauen?
  • Was soll so bleiben, wie es ist?
  • Was würden Sie sich anders wünschen als jetzt?
  • Welche Ziele für die Partnerschaft lassen sich daraus ableiten?
  • Was könnten erste Schritte zum Erreichen dieser Ziele sein?
  • Was muss passieren, damit sich das Treffen für Sie 'gelohnt' hat?

 

Konkrete Lösungen

Vergangene Lösungsversuche und deren Ergebnisse werden besprochen. Manchmal treten dabei wie von selbst (neue) Lösungsideen auf, manchmal braucht es eine ganze Weile (und ist Teil der Beziehungsarbeit), bis es einem (z.B. sehr zerstrittenen) Paar gelingt, konkrete und realistische Wünsche und Ziele zu formulieren und verbindlich zu vereinbaren.

 

Feedback

Die (der) Paartherapeut(in) teilt die eigenen Eindrücke und Beobachtungen mit Ihnen. Oftmals wird sie/er Ihnen eine „Aufgabe“ mitgeben, also eine Anregung, was Sie in einem bestimmten Zeitraum tun oder vermeiden sollten (bzw. könnten) - bzw. werden Sie zusammen Vorhaben für die Zeit zwischen den einzelnen Beratungssitzungen ableiten. Diese 'Hausaufgaben' werden in der Regel konkret vor- und nachbesprochen.

 

Zeit für die Umsetzung zwischen den Sitzungen

Es braucht ausreichend Zeit zwischen den Sitzungen. Diese Zeit ist nötig, damit sich Dinge, die besprochen wurden, sowie der eine oder andere Aha-Moment 'setzen' können, Lösungsschritte umgesetzt und beobachtet und die damit einhergehenden Veränderungen ihre Wirkung zeigen können. Wie viel Zeit das speziell bei Ihnen in Ihrer individuellen Beziehungssituation sein sollte, werden Sie von Sitzung zu Sitzung mit Ihrer Paartherapeutin bzw. Ihrem Partnerschaftsberater besprechen.

 

Blendend Learning

Aus der Psychotherapie-Forschung wissen wir, dass das sogenannte 'Blended Learning' den größten Veränderungseffekt hat: Eine Kombination aus klassischen Face-to-Face-Kontakten (mit einem persönlichen Berater / Therapeuten) und einem wissenschaftlich überprüften Online-Coaching-Programm (wie PaarBalance).

Der Grund: Beide Interventionsformen können sich optimal ergänzen und wechselweise bereichern.

 

Eine liebevolle Partnerschaft Wir begleiten Sie in schwierigen Zeiten gerne so lange, bis Sie wieder festen Boden unter sich spüren.
Mit PaarBalance zu einer liebevollen Partnerschaft

 

 

Wir hoffen, dass wir Ihnen mit diesem Übersichts-Artikel dabei helfen konnten, den für sich passenden Weg einzuschlagen, und wünschen Ihnen von Herzen alles Gute!

 

Ihre Dr. Judith Gastner & das gesamte PaarBalance-Team

 

Autor/in des Artikels
Dr. Judith Gastner ist Diplom-Psychologin, Psychotherapeutin, Pädagogin und Paartherapeutin. Die Mitbegründerin und wissenschaftliche Leiterin von PaarBalance©, der bekanntesten interaktiven Paartherapie online im deutschsprachigen Raum, unterstützt seit über 20 Jahren Menschen in den Bereichen Beziehungsanbahnung, Partnerschaftsgestaltung, Sexualität, Krisenbewältigung & Trennungsverarbeitung.

Nutzen Sie unser Online-Coaching voller Tipps und Handlungsanweisungen, die das eine Ziel haben: Es soll Ihnen und Ihrer Partnerschaft so schnell wie möglich richtig gut gehen.

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