Typische Beziehungsprobleme & die 5 besten Tipps, sie zu lösen

Diplom-Psychologin, Psychotherapeutin, Paartherapeutin, Pädagogin, Coach
Dr. Judith Gastner
Diplom-Psychologin, Psychotherapeutin, Paartherapeutin, Pädagogin, Coach
Schon alle Zutaten für eine glückliche Beziehung beisammen? 
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gebrochenes herz

Wenn zwei Menschen sich frisch verlieben, ist das eine magische Zeit: Das Leben scheint perfekt - und die Verliebten haben das Gefühl, optimal zusammenzupassen. Beide spüren: Wir sind uns uuuuuuunglaublich ähnlich. Wir haben dieselben Interessen, Einstellungen, Wünsche, Bedürfnisse, Gewohnheiten. Wir würden alles füreinander tun! Wirklich alles. Und zwar immer...

Doch bei fast allen Paaren ändert sich die Wahrnehmung mit der Zeit:

  • Beide Partner machen nach und nach wieder mehr "ihr Ding" und werden zu denjenigen, die sie vor der Beziehung waren.
  • Es wird deutlich, dass es Bereiche gibt, in denen die Übereinstimmung doch nicht so groß ist wie gedacht. 
  • Dass es sehr wohl unterschiedliche Interessen, Einstellungen, Wünsche, Bedürfnisse und Gewohnheiten gibt.

Ohne den anderen bewusst vor den Kopf stoßen zu wollen, passiert es immer häufiger: Jeder macht das, was ihm persönlich gerade gut tut oder richtig und wichtig erscheint - und das deckt sich nicht immer mit den Vorstellungen und Plänen des anderen.

Der Partner fühlt sich immer öfter übergangen und so gar nicht mehr gesehen und umsorgt... und ist entsprechend gekränkt, enttäuscht, traurig - denn: Am Anfang war es zwischen uns doch ganz anders!! 

Was passiert dann? 

Je nach Temperament der Beteiligten, kommt es zu Streit oder Rückzug oder Sticheleien oder Schweigen. Beide haben das Gefühl, nicht mehr verstanden und geliebt zu werden. Unzufriedenheit macht sich breit. Auf einmal ist das gemeinsame Zuhause nicht mehr der sichere Ort voller Entspannung, Unterstützung und liebevoller Zuneigung, der er früher war. Stattdessen wird es zum Ausgangspunkt von Stress, Anspannung oder Traurigkeit. Und irgendwann fragen sich beide Partner, ob sie überhaupt jemals zusammengepasst haben und ob noch Liebe da ist. Vielleicht wird sogar über eine Trennung nachgedacht.

  • Erleben Sie Ähnliches in Ihrer Beziehung?
  • Haben auch Sie das Gefühl, dass die Beziehungsprobleme in Ihrer Partnerschaft überhand genommen haben? 
  • Fragen Sie sich, wie es um Ihre Beziehung insgesamt steht?

Dann empfehlen wir Ihnen, zunächst (am besten bevor Sie den Artikel weiterlesen) den wissenschaftlich fundierten PaarBalance-Beziehungstest zu machen (Dauer ca. 10 Minuten).

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Sorgen Sie idealerweise dafür, dass Sie in den nächsten 10 Minuten, während Sie die Fragen beantworten, möglichst ungestört sind - und wir treffen uns einfach danach wieder hier, okay? 😉

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Mit Ihrem PaarBalance-Beziehungsprofil haben Sie nun einen umfassenden Überblick über die zentralen Stärken und Problembereiche in Ihrer Partnerschaft gewonnen. Mit dem Wissen, wo und warum es in Ihrem alltäglichen Miteinander knirscht, können Sie sich nun die passende Antwort auf die Frage finden: Was kann ich konkret tun, damit ich mich bald wieder unbeschwerter und wohler fühle? 

Wie viele Beziehungsprobleme sind normal? Wann werden sie gefährlich für die Partnerschaft?

Dass sich Partnerschaften im Laufe der Zeit verändern, ist erst einmal kein Grund zur Sorge. Es wäre ein Fehler zu glauben, die Phase der Verliebtheit würde ewig anhalten. Die Schmetterlinge im Bauch hören auf zu flattern, das Kribbeln wird weniger, die Turteltauben nehmen häufiger ihre rosaroten Brillen ab - kurzum: Bei jedem Paar kehrt irgendwann so etwas wie Alltag ein. Gleichzeitig wächst bei den meisten Paaren die Vertrautheit. Aus Verliebtheit wird Liebe.

Doch dann kommt irgendwann das erste Missverständnis – und bald das zweite, dritte, vierte…

So weit, so normal. Aber wie sieht es nach dem zehnten oder zwanzigsten Missverständnis aus? Wie viel Streit ist „normal“? Was bedeutet es, wenn Konflikte immer regelmäßiger werden? Und wenn Beziehungsprobleme die Nähe, Wärme, Leidenschaft, den Sex und schließlich sogar die Liebe verdrängen?

Viele Paare sind sich unsicher, wann Beziehungsprobleme besorgniserregende Ausmaße annehmen.

  • Wann wird es brenzlig? 
  • Ab wann ist eine Beziehung ernsthaft in Gefahr? 

Die folgenden Anhaltspunkte können Ihnen wichtige Hinweise geben.

Sie erleben mehr Konflikte als schöne Momente

Heißes Eisen, Herausforderungen

Lebhafte Diskussionen und Auseinandersetzungen schaden Beziehungen nicht per se. Ganz im Gegenteil: Ein intensiver Austausch über persönliche Unterschiede und individuelle Wünsche ist wichtig für eine Partnerschaft auf Augenhöhe. Das gilt allerdings nur, wenn die Gespräche respektvoll bleiben und nicht eskalieren.

Kommt es regelmäßig zum Streit und Sie erleben mehr negative als positive Momente, ist das ein deutliches Warnzeichen.

Sie fühlen sich unwohl mit Ihrem Partner 

gar nix kapitiert

In jeder Partnerschaft kann es zu Missverständnissen und Unstimmigkeiten kommen. Trotzdem sollte eine Beziehung in erster Linie eine Quelle für Freude, Unterstützung, Wertschätzung und schöne gemeinsame Momente sein und Beziehungsstress die Ausnahme bleiben.

Erleben Sie die Atmosphäre aber insgesamt als angespannt und belastet? Fühlen Sie sich zunehmend unwohl und unverstanden in der Gegenwart Ihres Partners? Dann ist Ihre Beziehung in Gefahr. Wenn Sie keine Trennung riskieren möchten, sollten Sie das Ruder schnellstmöglich herumreißen. 

Lesen Sie hierzu auch unseren Artikel: Unglücklich in der Beziehung

Die Beziehungsprobleme drehen sich um grundlegende Themen

streit am tisch

Ein Grund zur Sorge besteht auch dann, wenn die Beziehungsprobleme das Fundament Ihrer Partnerschaft betreffen, zum Beispiel Ihre grundlegenden Werte, die Entscheidung, ob Sie Kinder haben möchten oder nicht oder - falls Sie bereits Kinder haben - die Frage, was Sie Ihren Kindern vorleben möchten. Wenn das gemeinsame Fundament wackelt, steht Ihre gesamte Partnerschaft bzw. Ehe nicht mehr sicher und ein Einsturz kann die Folge sein.

Wer versucht, grundlegende Unterschiede längerfristig zu verleugnen oder zu verdrängen, macht einen Fehler. Das funktioniert auf Dauer nicht.

Zu verstehen, wie und warum Beziehungsprobleme entstanden sind, ist ein erster wichtiger Schritt, um gemeinsam gute Kompromisse finden zu können, mit denen sich beide wohlfühlen.

Wie kommt es zu Beziehungsproblemen? - Die 5 häufigsten Gründe

Streit vor dem Fernseher

Jeder Mensch ist individuell, jede Partnerschaft ist einzigartig, jedes Paar ist besonders, jede Beziehung hat ihre ganz eigene Dynamik. Und doch gibt es einige typische Entstehungsbedingungen und Auslöser für die häufigsten Probleme in Beziehungen.

Grund 1: Unterschiede werden erst mit der Zeit sichtbar

Mach Sport, Dickerchen

Nicht immer bedeuten Beziehungsprobleme, dass sich der Umgang miteinander oder die Partner selbst maßgeblich verändert haben. Stattdessen kann ein klassisches psychologisches Phänomen für das scheinbar plötzliche Auftreten von Konflikten verantwortlich sein:

Wenn sich zwei Menschen verlieben, achten sie zunächst vor allem auf die Dinge, in denen sie einander ähnlich sind. Was wir von uns selbst kennen, ist uns schließlich vertraut. Deshalb fällt es uns auch bei einer anderen Person zuerst auf. Die meisten Frischverliebten haben daher das Gefühl, der andere passe perfekt zu einem selbst. Typischerweise werden Unterschiede erst mit der Zeit deutlich, nämlich dann, wenn wir jemanden sehr gut kennen und nicht mehr ausschließlich auf die Gemeinsamkeiten achten.

Wenn es also bei Paaren Unterschiede hinsichtlich wichtiger Werte oder Einstellungen gibt, ist es durchaus möglich, dass das erst im Laufe der Beziehung wahrgenommen wird. Erst dann wird ein bestimmter Bereich des Zusammenlebens zum möglichen Streitpunkt. Die Wahrnehmung kann kippen: Durch häufigere Konflikte konzentriert sich das Paar nun in erster Linie auf die Unterschiede – und plötzlich fühlt es sich so an, als gäbe es so gut wie gar keine Gemeinsamkeiten.

Darüber hinaus spielt noch ein weiterer Punkt mit hinein: Wer frisch verliebt ist, zeigt sich nur von seiner besten Seite. Doch je weiter eine Beziehung voranschreitet, desto mehr Seiten und Aspekte lernen beide aneinander kennen. Dabei können auch Eigenschaften, Gewohnheiten oder Charakterzüge zu Tage treten, die 'nerven' oder - im schlimmsten Fall - sogar als „No Go“ oder Beziehungskiller eingestuft werden. Schnell entstehen daraus wiederkehrende Beziehungsprobleme, die die Liebe auf die Probe stellen.

Grund 2: Die Partner entwickeln sich in unterschiedliche Richtungen

zwei wege

Neben den Unterschieden, die bereits von Beginn an - unentdeckt - vorhanden waren, können in einer langjährigen Beziehung oder Ehe auch neue Differenzen hinzukommen. Das ist etwa dann der Fall, wenn sich Vorlieben, Wünsche oder Interessen beider Beziehungspartner in verschiedene Richtungen entwickeln.

Zum häufigen Konfliktthema in vielen langjährigen Partnerschaften wird eines Tages die Priorisierung von Arbeit oder Familie. Nimmt ein Partner beispielsweise einen neuen Job an, der ihn begeistert, können sich seine Prioritäten in Richtung Karriere verschieben. Er arbeitet vielleicht länger, macht Überstunden oder kann sich vorstellen, für einen Karrieresprung nach New York zu ziehen. Möchte der andere zeitgleich eine Familie gründen und träumt davon, in einem Haus auf dem Land zu leben, sind Beziehungsprobleme vorprogrammiert.

Grund 3: Es gibt Kommunikationsprobleme

streit

Eine konstruktive Kommunikation ist das A und O einer glücklichen Beziehung. Schließlich kommen in einer Beziehung immer zwei Individuen mit eigenen Lebensgeschichten, Erfahrungen, Stärken und Schwächen zusammen. All diese Eigenschaften sind prägend dafür, wie eine bestimmte Situationen erlebt und bewertet wird – das kann unter Umständen sehr unterschiedlich sein. Begreift der eine Partner nicht, warum der andere etwas auf eine bestimmte Weise versteht oder weshalb er auf eine spezielle Art reagiert, kann aus Unverständnis Frustration werden und in einem Streit enden.

Da leider niemand Gedanken lesen kann, entsteht gegenseitiges Verständnis nur im gemeinsamen Austausch. Es ist für alle Paare unabdingbar, dass beide Partner über ihre Wünsche und Empfindungen sprechen, damit der andere sie überhaupt erfüllen kann.

Gelingt die Kommunikation zwischen den Partner/n und Partnerin/nen nicht, kann das zu einem großen Problem werden. Es wird unwillkürlich zu den immer gleichen Missverständnissen kommen. Das zieht wiederkehrende Konflikte nach sich und führt schließlich zu Unzufriedenheit mit der gesamten Beziehung. Die Folge: Ursprünglich kleinere Missverständnisse und harmlose Beziehungsprobleme weiten sich zu handfesten Beziehungskrisen aus.

Grund 4: Stress kratzt an der Beziehung

Stress

Stress ist für viele Paare einer der häufigsten Beziehungskiller! Wer gestresst ist, ist schnell gereizt. So entstehen in Windeseile Streitereien wegen Kleinigkeiten. Ist bei uns selbst gerade Landunter, fühlen wir uns mit unseren eigenen Problemen vollkommen ausgelastet (bzw. überlastet). Wir können weniger gut auf die Sorgen oder Wünsche des Partners achten. Deshalb unterstützen wir ihn auch nicht (mehr) wirksam.

Psychologische Studien zeigen, dass gestresste Partner deutlich schlechter miteinander kommunizieren - ein großes Problem, wie wir bereits beim vorherigen Punkt gesehen haben. Egal, ob es Stress in der Arbeit, im Haushalt, durch Freunde oder in der (erweiterten) Familie gibt: Er befeuert Beziehungsprobleme.

Grund 5: Intimität, Zärtlichkeit & Sex gehen verloren

Frustriert im Bett

Die Herausforderungen im Alltagsleben und der tagtägliche Stress führen in der Regel dazu, dass Paare immer weniger positive Zeit miteinander verbringen. Gemeinsame Momente werden also ohnehin schon knapper. Chronische Anspannung macht müde und mindert unter anderem auch die Energie, die es bräuchte, um sich regelmäßig zu 'eigentlich' bereichernden Aktivitäten zu motivieren...

Das betrifft dann fast immer auch die Initiative für Sex und Erotik, denn Stress und Anspannung töten Lust und Leidenschaft. Dadurch werden sich die Partner mit der Zeit fremd. Die zärtlichen, liebevollen Gefühle und Gesten lassen nach und Beziehungsprobleme haben leichtes Spiel. Erotik und Intimität werden nämlich fast immer auch als Booster für Nähe und Verbundenheit erlebt - und manches vermeintliche Problem verliert nach einem lustvollen gemeinsamen Schäferstündchen an Brisanz... Bei Paaren, denen solche intimen Momente gänzlich fehlen, macht sich oft eine lieblosere und gereiztere Grundstimmung breit.

Beziehungsproblemen den Stecker ziehen! - Die 5 besten Strategien

Frau steht auf Teppich

Beziehungsprobleme können sich grundsätzlich um jeden gemeinsamen Lebensbereich drehen. Besonders häufig spielen aber auch alltägliche Unterschiede eine Rolle, also beispielsweise der Umgang mit Geld, die Rolle, die Freunden und Verwandten eingeräumt wird, die Arbeitsteilung im Haushalt oder bei der Kindererziehung. Nicht selten haben beide Partner das Gefühl, mehr Aufgaben zu übernehmen als der andere oder gar alles allein machen zu müssen – und das fühlt sich dann unfair an. Vor allem dann, wenn Paare frisch zusammenziehen, wird der neue gemeinsame Haushalt nicht selten zum Beziehungsproblem.

Weitere, häufige Konfliktthemen sind Eifersucht, Vertrauen, unterschiedliche Bedürfnisse hinsichtlich Gemeinsamkeiten und persönlicher Freiheit.

Erleben auch Sie Beziehungsprobleme in diesen oder anderen Bereichen? Dann ist es an der Zeit, die Herausforderungen genauer unter die Lupe zu nehmen und miteinander nach guten Lösungen zu suchen. Die folgenden Tipps können Ihnen dabei helfen.

Strategie 1: Betreiben Sie Ursachenforschung

Heute

Überlegen Sie - möglichst unaufgeregt und mit etwas Ruhe - woher Ihre Beziehungsprobleme rühren und welche Ursachen es haben könnte, dass sie zugenommen haben (bzw. Sie stärker stören als früher). In den meisten Fällen stehen unerfüllte Erwartungen dahinter, die sich zunehmend angestaut haben:

  • Im Haushalt beispielsweise die Erwartung nach einer als fair erlebten Arbeitsteilung,
  • bei Eifersucht die Erwartung nach mehr Aufmerksamkeit oder deutlicheren Liebessignalen,
  • Bei der Familienplanung und Kindererziehung die Erwartung, sie würden automatisch dieselben Wünsche, Werte und Wahrnehmungen teilen
    usw.

Um die richtige Lösung für jedes größere Beziehungsproblem zu finden, sollte man sich daher ehrlich fragen:

  • Habe ich Erwartungen an meinen Ehe-Partner (bzw. Freund), die er nicht erfüllt?
  • Hat mein Partner möglicherweise unerfüllte Erwartungen an mich?
  • Falls ja: Woher stammen diese Erwartungen? Aus der Kindheit, einer früheren Beziehung oder einer (verlorenen) Freundschaft?
  • Weiß mein Partner überhaupt von meinen Erwartungen und Hoffnungen?
  • Weiß ich umgekehrt von seinen (bzw. ihren) Erwartungen und Hoffnungen?
  • Könnten wir die jeweiligen Erwartungen grundsätzlich erfüllen – oder sind sie möglicherweise unerfüllbar?

Eine gründliche Ursachenforschung ist die Voraussetzung dafür, um ein Problem wirklich verstehen und ein Gefühl für die passende Lösung bekommen zu können.

Strategie 2: Kommunizieren Sie häufig(er)

Paar auf dem Sofa

Wenn junge Paare neue Beziehungen eingehen, würden sie am liebsten Tage und Nächte lang miteinander durchquatschen, um wirklich jedes Geheimnis voneinander zu erfahren. Das lässt in späteren Phasen jedoch meist nach. Je länger ein Paar liiert ist, desto weniger tauschen die Partner sich aus.

Wir haben aber bereits festgehalten, dass Kommunikationsprobleme einer der häufigsten Auslöser für (heftige) Beziehungskonflikte sind. Entsprechend ist eine gute Kommunikation auch die bestmögliche Lösung und das wirksamste Gegenmittel. Das bedeutet: Sprechen Sie so viel wie möglich mit Ihrem Partner. Über Ihre Wünsche, Ihre Bedürfnisse, Ihre Sorgen, Ihre Gefühle, Ihre Meinungen, Ihre Lebensgeschichte, Ihre Arbeit und Ihren gemeinsamen Alltag. Fast alle Themen sind gute Themen!

So können Sie einander besser verstehen. Sie wissen, was der andere gerade braucht und sind in der Lage, viel sensibler und empathischer auf ihn einzugehen. Zudem helfen intime Gespräche dabei, wunde Punkte des Partners zu erkennen und unterstützend zu reagieren. Sie können die Hintergründe für Gefühle wie Eifersucht, Angst oder Ungeduld erforschen und gemeinsam an belastenden Folgen dieser Emotionen arbeiten.

Sprechen Sie unbedingt auch regelmäßig über aktuelle Lebensentwürfe und Erwartungen. Bleiben Sie gegenseitig auf dem Laufenden und entwerfen Sie gemeinsame Pläne.

Strategie 3: Kommunizieren Sie richtig

Kommunikationsregeln

Es ist nicht nur wichtig, dass Sie miteinander sprechen, sondern auch wie - denn eine wertschätzende und offene Kommunikation kann Wunder wirken. Das gilt vor allem für Gespräche über schwierige Themen. Fast jeder Paartherapeut würde Ihnen vermutlich Folgendes raten:

Vermeiden Sie „Du-Botschaften“, denn sie enthalten immer eine Schuldzuweisung. Dadurch fühlt sich das Gegenüber schnell angegriffen, Wut kommt hoch und emotionale Verletzungen entstehen. Formulieren Sie stattdessen möglichst „Ich-Botschaften“, die Ihren eigenen Wünschen und Bedürfnissen Ausdruck verleihen. Obwohl der Inhalt ähnlich klingen mag, haben solche Formulierungen einen völlig anderen Effekt auf Ihren Partner. Benennen Sie die Gefühle, mit denen Sie gerade zu kämpfen haben.

Beziehen Sie sich auf eine konkrete Situation, um Ihr Anliegen zu veranschaulichen, und verzichten Sie auf verallgemeinernde Wörter wie „immer“, „nie“, „alles“ oder „nichts“. Diese Wörter geben Ihrem Partner sonst das Gefühl, als würden Sie sich über seinen Charakter insgesamt oder seine Persönlichkeit beschweren - oder aber als hätten Sie keine seiner bisherigen Bemühungen gesehen. Das verletzt und vermittelt gleichzeitig den Eindruck, das Problem wäre eigentlich gar nicht zu verändern, der Konflikt nicht zu lösen.

Sprechen Sie - gerade dann, wenn es "ans Eingemachte" geht - so ruhig und respektvoll wie möglich. Signalisieren Sie Ihrem bzw. Ihrer Liebsten, dass Sie ihn/sie als 'Gesamtpaket' wertschätzen und gerne in Ihrem Leben haben.

Diese Regeln helfen dabei, Missverständnisse zu vermeiden und gemeinsam zu einer fairen Lösung bzw. einem guten Kompromiss zu finden. So können auch heikle Themen angesprochen werden, ohne dass Streit entsteht.

Strategie 4: Stärken Sie Ihre Intimität

nur du und ich

Ist die Intimität und die Vertrauensbasis in Ihrer Beziehung beschädigt, öffnet das Beziehungsproblemen Tür und Tor. Reparieren Sie gemeinsam verloren gegangenes Vertrauen. Das erfordert Offenheit, Good Will und ausreichend Quality-Time als Paar.

Brechen Sie aus dem Alltagstrott aus und schenken Sie sich gegenseitig mehr Aufmerksamkeit. Machen Sie etwas Schönes miteinander. Kuscheln Sie wieder einmal ausgiebiger, gehen Sie zu zweit in ein gutes Restaurant o.ä. Was tut Ihnen beiden richtig gut...? - Auf geht's! Die wichtigste Regel dabei: Keine Gespräche über Alltag, Pflichten und Haushaltsaufgaben. Der Wocheneinkauf oder die Hausaufgaben der Kinder bleiben außen vor. Nur so können wieder intimere Gespräche zwischen Ihnen - jenseits der tagtäglichen Logistik - entstehen und das Verständnis für einander wachsen. Tragen Sie solche gemeinsamen Zeiten als fixe Termine in Ihren Kalender ein. Das sorgt dafür, dass Sie sie auch im stressigen Alltag nicht vergessen und sich einander mit großer Wahrscheinlichkeit schon bald wieder viel näher fühlen werden.

Strategie 5: Fokussieren Sie sich auf das Gute

rosa sonnenbrille

Setzen Sie doch die sprichwörtlich "rosarote Brille" wieder einmal ganz bewusst auf. Richten Sie Ihren Blick auf die positiven Aspekte Ihres Herzensmenschen und Ihrer gemeinsamen Geschichte. Das soll heißen: Sprechen Sie mit Ihrer/m Liebsten darüber, was Sie an ihr/ihm mögen und was zwischen Ihnen beiden gut läuft. Schwelgen Sie in Erinnerungen an Ihre schönsten gemeinsamen Momente. Reden Sie möglichst detailliert über Vorhaben, planen Sie etwas zusammen, teilen Sie Ihre Vorfreude...

Geben Sie positiven Gefühlen bewusst Raum. Verhindern Sie, dass sich eine negative Grundstimmung breit machen kann. Eine insgesamt positive Atmosphäre tut der Beziehung in jeder Hinsicht gut: Sie unterstützt eine zugewandte Kommunikation und den liebevollen Blick auf den anderen und beugt neuen Beziehungsproblemen vor. Diese Strategien sind fast immer sinnvoll und lassen sich unabhängig davon, welches Beziehungsproblem konkret vorliegt, anwenden.

Ihre Konflikte haben sich trotz gemeinsamer Lösungsversuche nicht verbessert? 

Auch das bedeutet noch lange nicht, dass Sie bereits an Trennung denken sollten!

Bevor Sie einen solchen finalen Schritt in Betracht ziehen, sollten wirklich alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft sein. Haben Sie bereits darüber nachgedacht, ob ein Paartherapeut bzw. eine Paarberaterin Sie Face-to-Face wohnortnah unterstützen könnte? Auch ein fundierter Ratgeber in Buchform oder ein Online-Selbsthilfeprogramm in Eigenregie kann Ihnen wertvolle Beziehungstipps und handfestes Knowhow vermitteln.

Der entscheidende Schritt ist fast immer:

  • Fangen Sie selbst an, eine der zentralen Stellschrauben zu drehen (im Sinne von „agieren statt reagieren“).
  • Warten Sie nicht darauf, dass der andere sich verändert (bzw. sich sofort mit verändert).

In diesem Sinne ist PaarBalance das einzige wissenschaftlich überprüfte, interaktive Online-Coaching zur Verbesserung von Paarbeziehungen im deutschsprachigen Raum, das vom einzelnen Partner durchgeführt werden kann.

Anhand von 18 Sitzungen erhalten Sie praktische Empfehlungen und konkrete Handlungsanweisungen, wie Sie Ihre Beziehungsqualität verbessern und wieder zu mehr Leichtigkeit und Lebensfreude finden können.

Welche Art der Unterstützung für Sie auch immer die richtige sein mag: Bleiben Sie dran! Nutzen Sie Ihren jetzigen Schwung und Ihre Aktivität. Setzen Sie sich für Ihre Beziehung und Ihre Liebe ein. Sie können dabei nur gewinnen und nicht verlieren!

Herzliche Grüße von Ihrer

Judith Gastner & dem gesamten PaarBalance-Team

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Über die Autorin / den Autor

Dr. Judith Gastner ist Diplom-Psychologin, Psychotherapeutin, Pädagogin und Paartherapeutin. Die Mitbegründerin und wissenschaftliche Leiterin von PaarBalance, der bekanntesten interaktiven Paartherapie online im deutschsprachigen Raum, unterstützt seit über 20 Jahren Menschen in den Bereichen Beziehungsanbahnung, Partnerschaftsgestaltung, Sexualität, Krisenbewältigung & Trennungsverarbeitung.