Zusammenleben: Mit diesen 10 Tipps für Paare fühlt es sich gut an!

Diplom-Psychologin, Psychotherapeutin, Paartherapeutin, Pädagogin, Coach
Lesedauer: Minuten
Dr. Judith Gastner
Diplom-Psychologin, Psychotherapeutin, Paartherapeutin, Pädagogin, Coach
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Tipps für ein gutes Zusammenleben

Schwaches Verb, Worttrennung: zu|sam|men|le|ben - das sagt der Duden zum Begriff "zusammenleben".

Dieses scheinbar so simple Wort hat für die meisten Paare eine immense Bedeutung, denn mit jemand anderem zusammenzuziehen, ist für viele Menschen ein äußerst bedeutsamer und wichtiger Schritt, der ganz unterschiedliche Assoziationen weckt.

Neben Vorfreude ist er oft auch mit Sorgen und Ängsten verbunden: Wer zusammenlebt, kann keine Macken oder Eigenheiten mehr vor dem anderen verstecken. Obwohl wir uns dem Partner oder der Partnerin - zumindest am Anfang der Beziehung - gerne von unserer Schokoladenseite zeigen möchten, werden ihm im Laufe der Zeit zwangsläufig all die kleinen (und großen) Schrulligkeiten an uns auffallen – und genauso wird es uns andersherum auch gehen. Viele Paare befürchten daher, dass die gemeinsame Wohnung zur echten Belastungsprobe für die Beziehung werden könnte.

Wenn Sie auf ein paar Dinge achten, werden Sie das Zusammenleben mit großer Wahrscheinlichkeit als positiv erleben.

10 bewährte Tipps für das gemeinsame Leben

Wer zusammenlebt, verbringt in der Regel viel Zeit mit (einem) anderen Menschen auf engem Raum. Das kann sich auf Dauer beengt anfühlen - gerade dann, wenn sich Routine einschleicht. Achten Sie daher darauf, die Liebe im gemeinsamen Alltag im Blick zu behalten - sonst ist das Risiko hoch, schon bald nebeneinanderher anstatt miteinander zu leben. 

Tipp 1: Behandeln Sie Ihren Partner weiterhin als etwas Besonders

Behandeln Sie Ihren Partner nicht als "selbstverständlich", nur weil er quasi "immer da" ist. Machen Sie ihm regelmäßig eine Freude, z.B. mit einem kleinen Mitbringsel. Es braucht nicht die großen Geschenke, sondern "kleine Aufmerksamkeiten mit Bedeutungen" - umso schöner, wenn sie damit eine seiner persönlichen "Sprachen der Liebe" treffen. 

Tipp 2: Planen Sie "Außer der Reihe"-Treffen

Planen Sie weiterhin (oder wieder mal) ein gemeinsames Date, gehen Sie besonders lecker essen oder schauen Sie zusammen Ihren Lieblingsfilm an. Tauschen Sie sich auf solchen Dates über Themen aus, die Sie gerade beschäftigen, über frühere Erfahrungen & Erlebnisse, verraten Sie etwas über Ihre Herkunft, was der andere bisher noch nicht wusste, lassen Sie einander teilhaben an aktuellen Herausforderungen und Freuden. Aber: Vereinbaren Sie miteinander, mal ganz bewusst nicht über die Themen Haushalt oder Kindererziehung zu sprechen, denn – Gespräche aus diesen Kategorien haben Sie im Alltag vermutlich oft genug. 

Tipp 3: Fragen Sie einander regelmäßig, wie es Ihnen geht

Interessieren Sie sich auch außerhalb solcher geplanten Verabredungen noch aufrichtig füreinander? Die Frage - ernst gemeint! - zu stellen oder gestellt zu bekommen, wie der bisherige Tag war und wie es einem gerade geht, und tatsächliches Interesse für die Antwort zu spüren, macht unser Zusammenleben sofort viel schöner und intensiver und stärkt das Gefühl von Gemeinschaft. 

Tipp 4: Reservieren Sie sich Zeit & Raum für sich selbst

Neben solchen Paar-Zeiten ist es in einer Partnerschaft unverzichtbar, auch ausreichend Raum für sich selbst und die Erfüllung eigener Bedürfnisse zu haben, die nichts mit dem anderen zu tun haben. Bewahren Sie Ihr eigenes Profil! Achten Sie darauf, sich gegenseitig so viel Freiraum zu geben, wie Sie jeweils brauchen. Das kann bei jedem unterschiedlich sein. Zusammen zu wohnen, bedeutet schließlich nicht, dass man jede freie Minute gemeinsam verbringen muss. 

Tipp 5: Pflegen Sie Ihre Hobbys und Ihre Freundschaften

Unternehmen Sie Aktivitäten allein oder mit Freunden und pflegen Sie weiterhin Ihre Interessen. So freuen Sie sich danach wieder auf Ihren Liebsten und haben sich außerdem gegenseitig immer etwas Spannendes zu erzählen. 

Tipp 6: Schaffen Sie sich Rückzugsmöglichkeiten im gemeinsamen Zuhause

Schaffen Sie sich auch in der gemeinsamen Wohnung Rückzugsmöglichkeiten. Legen Sie fest, welcher Raum oder Bereich Ihnen jeweils als Rückzugsraum dient, wenn Sie das Bedürfnis nach „Me-Time“ haben – sei es nach einer Meinungsverschiedenheit oder aus einem anderen Grund. 

Tipp 7: Teilen Sie Ihre Bedürfnisse mit & ringen Sie um faire Kompromisse

Apropos: Haben Sie grundsätzlich keine Angst vor Diskussionen oder Auseinandersetzungen, denn Konflikte und die Suche nach Kompromissen gehören in jeder Lebensgemeinschaft dazu. Entscheidend ist, wie Sie die Diskussionen führen: Bleiben Sie respektvoll und kommunizieren Sie konstruktiv. Verfolgen Sie dabei immer das Ziel, aufeinander zuzugehen und eine gemeinsame Lösung zu finden, denn das A und O in jeder Partnerschaft sind Kompromisse. Das gilt umso mehr, wenn zwei Menschen ihr Leben, ihren Alltag und ihr Zuhause teilen. Lassen Sie Streitigkeiten also nie länger schwelen, sondern bemühen Sie sich immer um eine Aussprache. 

Tipp 8: Werden Sie nicht zu Prinzipienreitern

Wenn jemand "aus Prinzip" seinen Standpunkt durchsetzen möchte, verliert am Ende meist die Liebe. Finden Sie daher eine gemeinsame Linie bei allen wichtigen und auch den alltäglichen Entscheidungen. Beispiele dafür sind etwa die Gestaltung der gemeinsamen Wohnung oder des Tagesablaufs. 

Tipp 9: Teilen Sie die anfallenden Aufgaben so auf, dass es sich für beide gut anfühlt

Finden Sie zudem eine faire Aufteilung der Haushaltsaufgaben. Das sorgt für eine grundsätzlich entspanntere Atmosphäre. Fair muss dabei nicht zwangsläufig exakt gleichverteilt heißen, sofern Sie sich beide mit der Aufteilung wohlfühlen. Kümmert sich ein Partner vorwiegend um Haushalt und Familie, während der andere einer bezahlten Arbeit nachgeht, kann auch diese Aufteilung fair sein, sofern beide dieses Modell leben möchten und den Anteil des jeweils anderen wertschätzen.

Tipp 10: Achten Sie bei finanziellen Angelegenheiten darauf, dass beide Sicherheit und Mitsprache haben

Achten Sie auch bei der Aufteilung der finanziellen Last auf eine gerechte Verteilung. Oft empfiehlt es sich, die Ausgaben für das gemeinsame Leben prozentual am Einkommen zu orientieren.

Lassen Sie den gemeinsamen Alltag nicht einfach so geschehen, sondern gestalten Sie ihn bewusst – so kann Ihre Liebe auch weiterhin gedeihen.

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Über die Autorin / den Autor

Dr. Judith Gastner ist Diplom-Psychologin, Psychotherapeutin, Pädagogin und Paartherapeutin. Die Mitbegründerin und wissenschaftliche Leiterin von PaarBalance, der bekanntesten interaktiven Paartherapie online im deutschsprachigen Raum, unterstützt seit über 20 Jahren Menschen in den Bereichen Beziehungsanbahnung, Partnerschaftsgestaltung, Sexualität, Krisenbewältigung & Trennungsverarbeitung.