Sexuelle Unlust Frau - Die 6 häufigsten Gründe & was jetzt hilft

Sexuelle Unlust Frau: Was tun, wenn die Lust Ihrer Partnerin weniger geworden ist?

 

"Sorry, Schatz, aber ich hab grad einfach keine Lust!"

Sexuelle Unlust ist ein heikles Thema.

Geschlechterklischees, verletzte Gefühle des Partners, Schuldzuweisungen oder falsche Schlussfolgerungen machen es oft schwer herauszufinden, warum im Bett eines Tages nur noch (grimmig) gegrübelt oder (gefrustet) geschlafen wird - und vor allem, was es braucht, damit sich beide wieder wohler fühlen mit dem Thema Erotik.

In diesem Artikel beleuchten wir die häufigsten Ursachen für sexuelle Lustlosigkeit und geben konkrete Anregungen, wie die Libido wieder befeuert werden kann.

 

 

Zuallererst: Nehmen Sie Ihre Beziehungsqualität insgesamt unter die Lupe

Wenn das Thema Sex & Intimität in eine Schieflage geraten ist, lohnt es sich immer, die Beziehungsqualität insgesamt unter die Lupe zu nehmen. Der klare Blick auf alle Stärken und Schwachpunkte in Ihrer Paarbeziehung ist die beste Grundlage dafür, die hilfreichsten Maßnahmen zu ergreifen.

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Wann spricht man von Libidoverlust?

Libidoverlust, also das Abhandenkommen des erotischen Begehrens (auch 'Appetenzstörung' oder 'sexuelle Luststörung' genannt), gehört zu den sog. sexuellen Funktionsstörungen und ist charakterisiert durch ein vermindertes sexuelles Verlangen, das über einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten andauert.

Typisch sind ein wiederkehrender oder anhaltender Mangel an erotischen Interessen. Es besteht keine Sehnsucht nach intimen Kontakten.

Eine Störung der Lust sollte nicht mit einer Aversion (Abneigung) verwechselt werden, bei der bereits die Vorstellung von intimen Kontakten mit negativen Gefühlen (wie z.B. Angst oder Ekel) verbunden ist.

Sexuelle Probleme treten oftmals situationsabhängig in bestimmten Phasen einer Paarbeziehung auf. Meist sind sie vorübergehend.

Libidoverlust ist ein ‚Massenphänomen‘

Mehr als einem Drittel aller Frauen kommt im Laufe ihres Lebens die Lust auf Sex abhanden - manchmal für eine kürzere Phase, oft aber auch längerfristig.

Es gibt viele Gründe dafür, warum das so ist. Schwerwiegende körperliche oder seelische Erkrankungen stecken in den seltensten Fällen dahinter, so dass meist keine ‚Behandlung‘ im eigentlichen Sinne notwendig ist.

Die gute Nachricht

Fast immer kann die sexuelle Lust wieder reaktiviert werden. Die meisten Paare finden einen Weg, bei dem sich beide mit der Art und Häufigkeit von körperlicher Nähe und Intimität (wieder) wohl(er) fühlen.

Bleiben Sie also zuversichtlich - und vor allem: möglichst entspannt!

Bevor wir spezifisch auf das Thema "Sexuelle Unlust bei Frauen" eingehen, möchten wir einen Blick auf das Thema "Sex und Leidenschaft in Beziehungen generell" werfen.

 

Sexualität am Anfang der Beziehung

Sexualität am Anfang der Beziehung: Alles ist neu uns aufregend Am Anfang einer Beziehung stehen fast immer Sex, Begehren und Leidenschaft im Fokus: Alles ist neu und aufregend, die frisch Verliebten haben fast immer Lust auf einander.

 

Heftiges Verlangen, starke Sehnsucht und aufregende Nächte: So erleben es die meisten frisch verliebten Paare. Das Glück, einander gefunden zu haben, spiegelt sich ganz natürlich in körperlicher Nähe wieder.

Sex, Erotik und Intimität prägen die erste Phase der Beziehung. Das Leben dreht sich rund um die Uhr um die neue, einzigartige Liebe.

Es gibt wenig (oder vielleicht gar nichts?) anderes, das die Liebenden gerade glücklicher machen könnte als ein Schäferstündchen mit dem oder der Liebsten.

Gerade bei jüngeren Paaren steht diese Form der Kommunikation meist noch stärker im Vordergrund als bei Paaren, die einander im höheren Alter gefunden haben.

Die Körper 'sprechen' fast unentwegt miteinander - und zeigen mit jedem Kuss, jeder Umarmung, jedem Händchenhalten, jeder Streicheleinheit, wie wichtig einem der andere ist und als wie bereichernd und kostbar die neue Liebe erlebt wird.

 

Wenn die sexuelle Lust nachlässt

Wenn die sexuelle Lust in der Beziehung nachlässt Im Laufe einer längeren Beziehung lässt die sexuelle Lust fast immer deutlich nach. Einen guten Film anschauen oder Sex mit dem vertrauten Partner haben? Irgendwann steht die Erotik nicht mehr automatisch auf Platz 1...

 

Nach ein paar Monaten, spätestens aber nach ein bis zwei Jahren, nimmt die Bedeutung der Sexualität bei den allermeisten Paaren (zum Teil deutlich) ab, selbst dann, wenn die gemeinsame Erotik als besonders aufregend und liebevoll erlebt wurde.

Am Wochenende in Ruhe die Zeitung lesen, um 20:15 Uhr mal wieder einen spannenden Film anschauen oder ausgedehnt ein Abendessen zelebrieren - all das gewinnt nach und nach ebenfalls wieder an Sex-Appeal. ;-)

Dass die allermeisten Paare im Laufe der Jahre weniger Sex miteinander haben, ist also eine vollkommen natürliche Entwicklung und zunächst einmal kein Grund zur Besorgnis.

Gerade jüngere Paare haben allerdings weniger Erfahrungen mit längeren Partnerschaften in ihrem bisherigen Leben gesammelt (bzw. sammeln können). Und wer sich mit dem Thema "Veränderungen in einer festen Partnerschaft über die Zeit" noch nicht ausgiebiger beschäftigt hat (bzw. nicht auf eigene Erfahrungswerte zurückgreifen kann), der kann nachvollziehbarerweise unruhig werden, wenn ihm plötzlich bewusst wird: "Au weia! - Es ist ganz schön still geworden bei uns im Bett!"

Und schon rattern die ersten Fragen los:

  • "Ist das nicht bei ganz vielen Paaren der Anfang vom Ende, wenn die körperliche Anziehung erst mal nachlässt?"
  • "Liegt es vielleicht doch daran, dass sie/er mich nicht mehr so attraktiv findet wie früher?"
  • "Kannst Du denn überhaupt selbst dran glauben, dass man Paaren, bei denen der Sex eingeschlafen ist, helfen kann, bis es wieder knistert?"

Darüber und über vieles andere wird nun ausgiebig gegrübelt.

 

Wenn Lustlosigkeit ungleich verteilt ist

Wenn die (nach allen Erkenntnissen der Paarforschung erwartbare) Abnahme der Lust bei beiden Partnern in etwa gleich stark ausgeprägt ist und ungefähr parallel eintritt, ist es meist unkompliziert:

Erotik verliert zwar (ein wenig) an Bedeutung, dafür wird aber etwas anderes (wieder) wichtiger - und das fühlt sich für beide stimmig an. Dieser Wandel vollzieht sich ohnehin meist schleichend und wird zumeist gar nicht groß thematisiert. Die Bedürfnisse stimmen ja weiterhin überein.

Die Veränderung der Libido beginnt aber bei beiden Partnern in der Regel nicht synchron. Deshalb kann derjenige, dessen Begehren weiterhin stärker ausgeprägt ist, über den neuen Trend erschrecken und ihn als bedrohlich wahrnehmen.

Wenn mit diesem heiklen Thema dann nicht sensibel umgegangen wird, fühlt sich der Partner, der mit seiner Lust abgewiesen wird, häufig gekränkt, und der andere Part, dem aktuell nicht nach Sex ist, unverstanden und 'mal wieder unter Druck' gesetzt. In einem Beziehungsbereich, bei dem es automatisch ans Eingemachte geht (geliebt, begehrt, gesehen werden, Zufriedenheit mit dem eigenen Körper etc.), ist die Gefahr groß, in einen unguten Teufelskreislauf zu geraten. So kann es rasch zu großem Frust auf beiden Seiten kommen.

Insgesamt gibt es weniger Unterschiede zwischen den Geschlechtern als man zunächst denken würde bzw. als Rollenklischees und Stereotype manchmal vermuten lassen. Wenn es aber in einigen Bereichen Geschlechterunterschiede gibt, hilft es, darum zu wissen - so dass die eigene Situation besser eingeordnet (und evtl. bereits ein wenig relativiert) werden kann.

Im Bereich "Libido" ist es (in heterosexuellen Langzeitbeziehungen) tatsächlich so, dass es - im Durchschnitt (!) - häufiger 'die Männer' sind, die nach der Anfangseuphorie auch weiterhin mehr Lust auf Sex mit ihrer Partnerin haben - unabhängig davon, was gerade in deren eigenem Leben, dem der Partnerin (und ggf. dem ihrer Kinder) los sein mag.

Erfahrungsgemäß tritt eine Abnahme der sexuellen Lust bei Frauen tendenziell etwas früher ein als bei Männern.

Genauso - wenngleich nicht ganz so häufig - kann sich die Situation aber natürlich auch umgekehrt darstellen: Dem männlichen Partner kommt die Libido abhanden - und 'die Frau', die sich oft abgewiesen und irgendwann gar nicht mehr begehrt fühlt, leidet massiv darunter.

 

Weniger Sex = Weniger Liebe?

Weniger Sex = Weniger Liebe? Viele Paare denken: Wenn im Bett nicht mehr viel läuft, ist das der Anfang vom Ende. Aber stimmt das wirklich?

 

Weniger Lust auf Erotik bedeutet nicht automatisch, dass die Liebe insgesamt weniger geworden ist.

Sexualität und Leidenschaft haben vielleicht einfach einen anderen Stellenwert eingenommen als zu Beginn der Partnerschaft. Dafür nehmen aber andere Qualitäten - wie z.B. Vertrautheit und Verbundenheit - sowohl beim Mann als auch bei der Frau weiterhin zu.

Doch auch wenn eine Veränderung der Gefühle und eine Abnahme der Libido 'normal' sein mögen: Immer wieder gezielt etwas mehr Leidenschaft in den Alltag als Paar zurückzuholen, ist in jedem Fall eine sehr lohnenswerte Sache! :-)

Wie das erfolgreich funktionieren kann, haben wir in unserem Artikel "Kein Sex mehr in der Ehe" ↗ ausführlich beschrieben.

 

Ursachen & Lösungen der sexuellen Unlust

Ursachen & Lösungen der sexuellen Unlust Den Kopf immerzu voll mit tausend To-Dos? Einer der möglichen Gründe für sexuelle Unlust bei Frauen.

 

Sexuelle Unlust kann ganz unterschiedliche (körperliche oder psychische) Ursprünge haben.

Dass viele Frauen beispielsweise nach der Geburt eines Kindes, in Zeiten von Schlafmangel oder Stress im Job, während familiärer Herausforderungen oder aufgrund von anderweitigen Belastungen keine Lust auf Sex haben, ist 'ganz normal'.

Die sogenannte ‚Mental Load‘ ↗ - also die andauernde mentale Belastung, die durch die diffizile Organisation zahlreicher Alltagsaufgaben entsteht - ist für die allermeisten Frauen einer der Lustkiller schlechthin.

Aber auch, wenn Paare nicht im Hamsterrad des Alltags rotieren: Generell ist es eher die Norm als die Ausnahme, dass es in langjährigen Beziehungen (zwischenzeitliche) Flauten im Bett gibt und einer der Partner mit sexueller Unlust des anderen konfrontiert wird.

Sollte es sich nur um einen 'gemäßigten' Rückgang der Libido handeln (d.h. die Frequenz der erotischen Kontakte hat abgenommen; es dauert länger, bis sich der andere 'verführen' lässt und auf eine erotische Begegnung einlassen kann - aber dann, wenn Sex stattfindet, erleben ihn beide als erfüllend), gibt es mit großer Wahrscheinlichkeit keine tieferliegenden Ursachen. Dann helfen oft bereits kleine Veränderungen im Miteinander, um wieder regelmäßiger den nötigen Raum für Sinnlichkeit entstehen zu lassen (unser Artikel zum Thema Sex ↗ kann hier nützliche Anregungen geben).

Tritt jedoch ein totaler Libidoverlust über einen längeren Zeitraum ein oder werden körperliche Annäherungen des Partners generell als unangenehm empfunden, ist es wichtig, sich ehrlich zu fragen:

  • Bin ich evtl. zu wenig auf meine Frau eingegangen?
  • Gibt es Bedürfnisse und Wünsche, von denen ich womöglich gar nichts weiß?
  • Liegt es vielleicht daran, dass meine Frau sogar Schmerzen hat?
  • Gibt es psychische Belastungen, die ich nicht ernst genug genommen habe?
  • Wer oder was hilft uns vermutlich bei dieser heiklen Thematik?

Je länger eine Partnerschaft in eine Schieflage geraten ist, desto länger dauert es meistens, bis ein Paar auch erotisch wieder zusammenfindet.

Im Folgenden beleuchten wir die häufigsten Auslöser, die der Grund für sexuelle Unlust bei Frauen sein können, und geben jeweils konkrete Anregungen, wie Sie aktiv gegensteuern können.

 

(A) Zu viel Druck

Mögliche Gründe

Vielleicht hat eine zwischenzeitliche Flaute im Bett bereits zu Streitigkeiten geführt - und das Thema Sexualität (das eigentlich eine Bereicherung für Sie beide sein sollte) ist mittlerweile stark belastet und mit viel Druck verbunden. Druck im Bereich Erotik ist - für Frauen und Männer gleichermaßen - extrem ungünstig, denn: "Liebe (auch die körperliche) ist ein Kind der Freiheit". Unfreiwillig und gestresst etwas zu tun, was die Liebe und Verbundenheit eigentlich stärken sollte, kann nicht funktionieren. Der Versuch, Intimität unter Druck herzustellen, bewirkt (nur noch mehr) Distanz.

Das hilft!

Wem die Lust auf erotische Begegnungen vergangen ist, weil er sich unter Druck gesetzt fühlt oder sich selbst zu viel Druck macht, sollte gemeinsam mit seinem Partner vereinbaren, das Thema Sex eine Zeit lang bewusst 'beseite zu legen'.
Während dieses Zeitraums wird es keinen Sex geben - und auch keine Verführungs- oder Überzeugungsversuche.

Allerdings darf, soll und kann vermehrt gekuschelt werden: Den anderen liebevoll in den Arm nehmen, einander massieren, mal wieder Händchen haltend spazieren gehen... - alles an körperlicher Nähe, was sich für beide gut anfühlt, ist erlaubt und erwünscht.

Sehr häufig entwickelt sich die Lust aufeinander in einer länger (!) anhaltenden, komplett von Druck befreiten und besonders zärtlichen und achtsamen Atmosphäre wieder ganz von alleine.

 

(B) Es kriselt in der Beziehung

Mögliche Gründe

Wenn es in der Beziehung insgesamt nicht rund läuft - etwa, weil sich die Partnerin zu wenig unterstützt fühlt, weil viel kritisiert und häufig gestritten wird oder weil einer den anderen als illoyal erlebt hat - bricht meist auch die Erotik weg. Gerade Frauen vergeht wortwörtlich die Lust, wenn sie das Gefühl haben, nicht mehr respektiert und gesehen zu werden. Auch vermeintlich kleinere Beziehungskrisen und Streitereien können daher schnell zu längerfristiger sexueller Unlust führen.

Das hilft!

Hier braucht es dringend ein deutliches Mehr an Fürsorglichkeit, Unterstützung und Anteilnahme der Männer in den von der Partnerin als ungut empfundenen anderen Lebensbereichen. Erst dann, wenn es gelungen ist, (wieder) eine wohlwollende, entspannte, liebevolle Grundatmosphäre herzustellen, wird es auch zu einer sinnlichen Wiederannäherung kommen.

Sollten Sie vermuten, dass dies die Ursache für die sexuelle Unlust in Ihrer Paarbeziehung sein könnte, empfehlen wir Ihnen unseren Artikel zum Thema Beziehungskrise meistern ↗.

 

(C) Unsicherheiten und Ängste

Mögliche Gründe

Ängste im Bereich Sexualität treten meist insbesondere zu Beginn von Beziehungen auf. Mangelnde Vertrautheit und Selbstzweifel ("Wie findet er/sie mich wirklich?") sorgen häufig für Unsicherheit oder Leistungsdruck. Dies gilt für Frauen und Männer gleichermaßen.

Doch auch in einer längeren Partnerschaft können diesbezügliche Ängste wieder ans Tageslicht kommen - insbesondere dann, wenn es einen spezifischen Auslöser gibt. Bei Männern können es beispielsweise plötzlich auftretende Erektionsprobleme sein, die für Versagensängste sorgen und die Probleme weiter verschärfen. Bei Frauen ist es oftmals die Unzufriedenheit mit körperlichen Veränderungen (z.B. nach der Geburt eines Kindes, bei Gewichtszunahme oder -abnahme), ein unbedachter Kommentar des Partners über Äußerlichkeiten oder der Vergleich mit als attraktiv erlebten anderen Frauen, der dazu führen kann, dass sich Unwohlsein breit macht und sich die Betroffene alles andere als "sexy" fühlt. Solche Unsicherheiten werden oft zur selbsterfüllenden Prophezeiung, da sie uns in Gedanken festhalten und jegliche Lust auf Sex im Keim ersticken.

Das hilft!

Hier gilt: Machen Sie sich zunächst wieder einmal in Ruhe bewusst, was die wichtigsten Grundpfeiler für Liebe und Zusammenhalt sind. Sprechen Sie offen miteinander, teilen Sie Ihre Sorgen mit Ihrem Partner. Das Gefühl von Zusammengehörigkeit und Akzeptanz kann Unsicherheiten, Ängste und Unzufriedenheit drastisch lindern.

 

(D) Unterschiedliche oder unbekannte Vorlieben

Mögliche Gründe

Auch wenn sich ein Paar insgesamt als 'gutes Team' erlebt und über Vieles offen austauschen kann:

Was sexuelle Vorlieben anbetrifft, weiß der eine vom anderen oft (auch nach Jahren) nur einen Bruchteil dessen, was sich zu wissen lohnen würde.

Bezüglich der eigenen Wünsche im Bereich Erotik wortwörtlich 'die Hosen herunterzulassen' und sich 'hinter die Kulissen schauen' zu lassen, ist für viele Menschen immens schambesetzt. Auch möchte derjenige, der nicht mit der Sprache herausrückt, dem anderen nicht das Gefühl geben, (bisher) kein/e gute/r Liebehaber/in (gewesen) zu sein. Es mag (eine) wunderbar(e Vorstellung) sein, dass beide Körper von Anfang an genau dieselbe Sprache sprechen und es keinerlei zusätzliche verbale Offenbarungen braucht (und vielleicht hat der eine oder die andere genau das in einer früheren Liaison schon einmal erleben dürfen) - aber davon kann nicht automatisch ausgegangen werden. Bei den meisten Paaren muss eine gemeinsame Sprache in Liebesdingen nach und nach gefunden und weiterentwickelt werden.

Dadurch, dass der andere nicht Gedanken lesen kann, besteht sonst die Gefahr, dass Lust und Anziehung immer mehr auf der Strecke bleiben. Das ist sehr bedauerlich, denn der Partner würde mit Sicherheit nur zu gerne intime Wünsche erfüllen - wenn er sie doch nur kennen würde.

Das hilft!

Auch wenn es sich zunächst ungewohnt anfühlen sollte: Teilen Sie einander Ihre intimsten Wünsche mit! Was fühlt und hört sich für wen aufregend an, was nicht? Wer möchte wo, wie, wann angeschaut, ausgezogen, angefasst werden?

Wem es (noch) (zu) schwer fallen sollte, über seine sexuellen Vorlieben und Phantasien zu reden, kann auch ein Buch über Erotik zuhilfe nehmen und alles markieren, was ihn antörnt - und es danach dem anderen gut sichtbar zum Schmökern hinlegen... ;-)

 

(E) Stress und Burnout

Mögliche Gründe

Eine der häufigsten Ursachen für sexuelle Lustlosigkeit bei Frauen ist Stress. Karriere, Kinder, Haushalt, Familienprobleme, finanzielle Unsicherheiten, Hobbys & Freundschaften pflegen usw. - es gibt zahllose Faktoren, die zu einem Gefühl von Dauerstress führen können.

Während die männlichen Partner Sex in anstrengenden Zeiten oftmals als Stress-Katalysator erleben und sich ein Teil ihrer Anspannung durch sexuelle Befriedigung löst, führt chronischer Stress bei den Partnerinnen meist zu einem dramatischen Rückgang der Libido.

Kommt nun, wie zuvor beschrieben, noch Druck rund um's Thema Sex in's Spiel, hat man das perfekte Rezept für eine Flaute im Bett.

Das hilft!

In diesem Fall ist es essenziell, erst einmal kleine Oasen der Ruhe und Entspannung zu schaffen. Statt die Partnerin in all dem Overload auch noch zu einer "schnellen Nummer zwischendurch" motivieren zu wollen, ist es weit empfehlenswerter, ihr eine entspannende Massage anzubieten, sie mit ihrem Lieblingsgetränk und einer kuscheligen Decke auf dem Sofa zu versorgen, ihr eine heiße Badewanne einlaufen und dazu schöne Musik laufen zu lassen - und sie so oft wie möglich zu fragen, wie und wobei Sie sie unterstützen können.

 

(F) Die sexuelle Unlust ist körperlich begründet

Die Ursache der sexuellen Lustlosigkeit ist nur sehr selten körperlicher Natur. Können Sie allerdings alle der oben genannten Ursachen kategorisch für sich selbst (bzw. Ihre Partnerin) ausschließen und dennoch an einem starken Verlust der Libido leiden, spielen möglicherweise doch körperliche Faktoren eine Rolle.

Erkrankungen

Schilddrüsenunterfunktion, Diabetes, Bluthochdruck, Herzschwäche, Nierenschwäche und andere Erkrankungen können die Ursache für sexuelle Unlust bei Frauen sein.

Nächster Schritt:

Sollten Sie den Verdacht haben (oder bereits wissen), an einer der oben genannten Krankheiten zu leiden, holen Sie sich bitte fachärztliche Hilfe ein. Auch wenn es ungewohnt sein sollte, mit einem Außenstehenden über Veränderungen der eigenen sexuellen Lust zu sprechen: Fragen Sie konkret nach, ob der Libidoverlust in einem direkten oder indirekten Zusammenhang mit der Erkrankung stehen könnte und lassen Sie sich beraten, was dem Abhilfe verschaffen kann.

Schmerzen beim Sex

Nicht selten (bei etwa 10% aller Frauen) beeinträchtigen (oder verhindern) Schmerzen die sexuelle Lust. Dies kann an Entzündungen, fehlender Feuchtigkeit, Pilzinfektionen, chronischer Blasenentzündung oder an der Anatomie selbst liegen.

Nächster Schritt:

Im Fall von chronischen Schmerzen beim Sex ist es dringend ratsam, sich vertrauensvoll an einen Arzt mit der entsprechenden Fachrichtung zu wenden und alles an Möglichkeiten in Erfahrung zu bringen, wie sich die Schmerzen künftig reduzieren - oder im besten Fall ganz verhindern - lassen können.

Alter

Mit zunehmendem Alter lässt bei den meisten Menschen auch die sexuelle Lust nach. Das ist normal und kein Grund zur Sorge. Viele Frauen erleben sexuelle Unlust beispielsweise in den Wechseljahren.

Nächster Schritt:

Veränderungen im Lebensstil (z.B. mehr Bewegung, gesündere Ernährung, eine Typveränderung, neue Aktivitäten) können bewirken, dass sich - unabhängig vom Alter - wieder mehr Lebendigkeit und damit einhergehend oft auch sexuelle Lust und Freude an Erotik einstellt.

Medikamente

Verhütungsmittel (v.a. die Pille) und andere Medikamente beeinflussen unseren Körper auf verschiedenste Weise und können für hormonelle Veränderungen sorgen, die wiederum sexuelle Unlust zur Folge haben. Neben der Pille und Antidepressiva gibt es zahlreiche weitere Medikamente, die sexuelle Lustlosigkeit als unerwünschte Nebenwirkung zur Folge haben können.

Nächster Schritt:

Sprechen Sie Ihren Arzt am besten ganz direkt auf hormonelle Nebenwirkungen an und lassen Sie sich beraten, ob - und wenn ja: welche - Verhütungs- oder Behandlungsalternativen es gibt.

 

Was tun gegen sexuelle Unlust?

Wir hoffen, dass unsere Ausführungen über mögliche Entstehungsbedingungen für sexuelle Unlust ein wenig dabei helfen konnten, Ihre Gedanken zu sortieren.

Sollte es in Ihrer Paarbeziehung konkrete Faktoren wie die oben genannten geben, die ursächlich für die sexuellen Probleme sein könnten, sollten diese zunächst in aller Ruhe analysiert und ggf. verändert werden.

Falls keiner der skizzierten möglichen Auslöser für sexuelle Unlust so richtig zu Ihrer ganz persönlichen Situation gepasst hat, kann es helfen, sich erst einmal mit bewährten Tipps & Tricks für mehr Lust und Verlangen sowie Mythen und Stereotypen zu beschäftigen: siehe dazu unseren Blogartikel "Kein Sex mehr in der Ehe" ↗.

 

Stärken Sie Ihre Beziehung!

Der sicherste Weg, um Verlangen und Lust zurückzugewinnen ist es, Ihre Partnerschaft insgesamt zu stärken und Ihre Beziehungsqualität spürbar anzuheben.

Zuneigung und Innigkeit als gemeinsame Basis erhöht nicht nur die Lust aufeinander, sondern macht es auch viel einfacher, offen und konstruktiv über Probleme und Wünsche zu sprechen.

Wenn der Partner / die Partnerin die Hintergründe für die sexuellen Schwierigkeiten besser versteht, ist das 'schon die halbe Miete'.

Doch wie können Sie Ihrer Partnerschaft schnellstmöglich & gezielt etwas Gutes tun?

 

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Das PaarBalance Online Coaching

Für alle, die gerne sofort damit beginnen möchten, ihre Liebe in einem machbaren Zeitfenster effektiv zu stärken, kann das Coaching-Programm für Paartherapie online von PaarBalance ↗ genau das Richtige sein:

 

Paartherapie online mit dem PaarBalance Coaching PaarBalance: Wissenschaftlich fundiertes Online Partnerschafts-Coaching

 

Das Tool wurde von den bekannten Paartherapeuten Prof. Dr. Ludwig Schindler & Dr. Judith Gastner und ihrem Team entwickelt.

Es ist wissenschaftlich überprüft und ermöglicht dem einzelnen Partner (unabhängig von Zeit und Ort, in einem selbstgewählten Tempo und in frei zu wählenden Einheiten), eine deutliche Verbesserung der Beziehungsqualität zu erzielen.

Die zentralen Inhalte aus 50 Jahren Paartherapie-Forschung und Praxis werden in dem Partnerschafts-Programm humorvoll auf den Punkt gebracht. Jeder Interessierte kann sich die "wichtigsten Zutaten für eine glückliche Langzeitbeziehung" bequem von seinem Computer oder Smartphone aus aneignen und in seinem Beziehungsalltag anwenden.

Zwei komplette PaarBalance-Lektionen drehen sich ausschließlich um das Thema Sexualität und Erotik.

Informative Videos, hilfreiche Übungen und bewährte Tipps unterstützen Sie dabei, dass dieser wichtige Lebensbereich baldmöglichst wieder zur Quelle für Freude wird.

Mehr Infos finden Sie unter www.paarbalance.de/registrierung

 

Wir wünschen Ihnen alles Gute für Ihre Partnerschaft!

 

Ihre Dr. Judith Gastner & Ihr Prof. Dr. Ludwig Schindler

 

Autor/in des Artikels
Dr. Judith Gastner ist Diplom-Psychologin, Psychotherapeutin, Pädagogin und Paartherapeutin. Die Mitbegründerin und wissenschaftliche Leiterin von PaarBalance©, der bekanntesten interaktiven Paartherapie online im deutschsprachigen Raum, unterstützt seit über 20 Jahren Menschen in den Bereichen Beziehungsanbahnung, Partnerschaftsgestaltung, Sexualität, Krisenbewältigung & Trennungsverarbeitung.

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